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Angriffslustiger Hahn greift Bergführer an

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Ramsau – Majestätisch, imposant, und auf seine Weise erhaben – so wirkt der Auerhahn auf seinen Betrachter – Anders hat Albert Steinbacher wohl gefühlt, als das männliche Vogeltier ihm an den Kragen wollte.


Steinbacher hat am Donnerstag mit seiner Frau eine Mountainbike-Tour zur Bindalm unternommen. Dort hat der Bergführer den Hahn getroffen. »Ich hatte meine Kompakt-Kamera dabei und wollte schöne Bilder machen«, erzählt er dem »Anzeiger« auf Nachfrage. Nur war der Hahn nicht in Stimmung für ein Shooting. Eher für die Paarung mit einem Weibchen.

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Während der Balz spielen bei dem Tier die Hormone verrückt. Deshalb sind Auerhähne in der Fortpflanzungszeit äußerst aggressiv. Wenn nun jemand sein Revier betritt, passt dem Tier das nicht. Der Hahn schlug sein Rad – das bedeutet, er stellte die prächtig schillernden Schwanzfedern zum Halbkreis auf – und griff Steinbacher an. Davon ließ sich der Bergführer aber nicht einschüchtern: »Ich hab ihn mit meinem Schuh abgewehrt.«

Dazu kam noch, dass der Berchtesgadener nur eine kurze Hose anhatte: »Ich hab schon Angst gehabt, dass er mir ein Stück Fleisch aus dem Schenkel hackt«, gibt er zu. Zum Schluss ging alles gut aus. Steinbacher kam unverletzt und mit tollen Fotos davon und der Auerhahn konnte weiterhin um seine Liebste werben. av

(Fotos: Steinbacher)