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Anna Glossner wird von Landeshauptmann Peter Kaiser in Klagenfurt begrüßt.
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Das Treffen am Lindwurmplatz bildete den Auftakt zum Nachtwächtertreffen in Klagenfurt. Ganz rechts die Berchtesgadener Nachtwächterin Anna Glossner. (Fotos: privat)

Anna Glossner in der Lindwurmstadt: Gildentreffen der »Nachtwächter, Türmer und Figuren«

Klagenfurt/BGD – Nach zweijähriger Coronabedingter Pause fand dieses Jahr von 7. bis 11. Oktober das jährliche Gildentreffen der »Nachtwächter, Türmer und Figuren« zum ersten Mal in Klagenfurt statt. Horst Ragusch, Österreichs letzter Berufstürmer im Dienste des Tourismusverbandes Klagenfurt, hatte dazu eingeladen und ein grandioses Programm zusammengestellt. Mit dabei: die legendäre Berchtesgadener Nachtwächterin Anna Glossner.


25 Berufsnachtwächter, Türmer und andere historische Figuren aus Österreich und Deutschland trafen sich am Freitag am Lindwurmplatz zu einem Pressetermin für Fotos und Interviews. Zu diesem Programmpunkt kam auch Landeshauptmann Peter Kaiser dazu, der alle herzlichst begrüßte. Am Samstag erfolgte ein gewandeter Umzug durch die Altstadt Klagenfurts. An geschichtsträchtigen Plätzen bekamen die Nächtwächterinnen und Nachtwächter Gelegenheit, sich vorzustellen und über ihre Heimat zu erzählen und auch dafür zu werben.

Nach einem gesponserten Mittagessen hatten alle noch einmal einen Fototermin im großen Wappensaal im Landhaus, wo auch das diesjährige elfte Gildentreffen stattgefunden hatte. Nach der Sitzung stieg man über 225 Stufen auf den Stadtpfarrturm hinauf und genoss einen herrlichen 360-Grad-Panorama-Rundum-Blick über die Grenzen der Stadt Klagenfurt vom Wörthersee über die Karawanken bis zur Koralpe.

Der Sonntag begann mit einer heiligen Messe in der Stadthauptpfarrkirche St. Egid und wurde von den Nachtwächtern, Türmern und Figuren mitgestaltet. Danach fuhren alle in die bezaubernde mittelalterliche Stadt Friesach und besuchten dort den »Erlebnis Burgbau Friesach«. Ein absoluter Höhepunkt war für die Teilnehmer der anschließende Besuch der Burg Hochosterwitz, einer gigantischen Festungsanlage mit 14 Toren. Sie ist ein Wahrzeichen und eine Sehenswürdigkeit des österreichischen Bundeslandes Kärnten.

Weiter ging es zum Dom zu Gurk in Gurk, der zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken in Europa gehört. Zum Schluss besuchten alle noch die Marienkirche Maria Saal in Maria Saal, die zu den ältesten Kirchen Kärntens gehört. Im Netzrippengewölbe im Langhaus ist der Stammbaum Jesu Christi in Freskomalerei dargestellt. Vier Tage waren erfüllt mit Gemeinschaft, Kultur und bleibenden Erinnerungen. Schon heute freuen sich alle Nachtwächter auf das nächste Gildentreffen in der oberösterreichischen Stadt Wels.

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