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App in den Urlaub

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Wenig empfehlenswert: die App der Schifffahrt am Königssee. (Foto: Pfeiffer)

Berchtesgaden – Auch im Berchtesgadener Land gibt es einige kostenfreie Smartphone-Apps mit Mehrwert – vor allem für den Urlaubsgast. Aber auch solche, die überflüssig sind. Ein Überblick.


So haben weit mehr als 10 000 Urlauber des Berchtesgadener Landes bereits die gleichnamige Wander-App runtergeladen. Dort finden sie sämtliche Touren im Detail beschrieben, zusätzlich gibt es Bilder und ein Höhenprofil. Wer Urlaub im Landkreis macht, kommt in der Regel auch zum Wandern. Der eine geht gemächlich und erkundet die Landschaft, der andere will hoch hinaus und die Bergwelt entdecken. Highlight der Wander-App für das Berchtesgadener Land ist die Möglichkeit, zwischen Sommer und Winter umschalten zu können. Alle enthaltenen Touren in der Software beinhalten detaillierte Informationen inklusive einer verständlichen Beschreibung, sodass auch Unkundige bestens vorbereitet sind, wenn sie sich zur Tour aufmachen wollen.

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Die topografische Karte ist voll zoombar bis zu einem Maßstab von 1:25000. Interessant ist die Möglichkeit, aus unzähligen Menüpunkten wählen zu können. Dort kann man etwa das passende Hotel aus einer Reihe an Unterkünften heraussuchen, das Restaurant der Wahl finden oder sich darüber informieren lassen, wo das nächste Kaufhaus zu finden ist. Natürlich sind die enthaltenen Informationen alles andere als vollständig. Nachbesserungsbedarf gibt es in dieser Hinsicht reichlich. Ein Sehenswürdigkeiten-Finder listet via Bildschirmberührung auf, welche Ausflugsziele sich in der Nähe befinden. Zudem gibt es eine Sammlung aller relevanten Webcams, wobei auch hier die Auswahl äußerst überschaubar bleibt. Über den Bereich »Veranstaltungen« kann man sich alle wichtigen Termine übersichtlich auf das Smartphone holen. Auch hier gilt: Die Auflistung ist keienswegs vollständig.

Per App in den Nationalpark

Allein im vergangenen Jahr kamen über 1,6 Millionen Besucher in den Nationalpark Berchtesgaden. Logisch, dass es auch eine Nationalpark-App gibt. Über die App soll man sich informieren, gleichzeitig aber auch orientieren können. Fotos und Videos über den Nationalpark geben dem Besucher die Möglichkeit, sich schon vor seinem Aufenthalt über den Park zu informieren. Zudem kann man auf Knopfdruck den aktuellen Zustand der Wege abrufen. Des Weiteren erhalten Wanderer, Radfahrer und Skifahrer insgesamt 24 Beschreibungen zu Touren – darunter zwei barrierefreie –, die sie auf den 260 Kilometern Wegen und alpinen Steigen des Nationalparks erleben können. Ausführliche Beschreibungen und digitale Karten sorgen dafür, dass man zu jeder Zeit einen guten Überblick geboten bekommt, um den Aufenthalt im Nationalpark bestmöglich absolvieren zu können. Für jede Tour werden Dauer, Länge, Anforderungen und Höhenunterschiede exakt angegeben.

Die »Schmankerl« des Nationalparks – zum Beispiel die Wimbachklamm – werden beschrieben und auf der Karte angezeigt. Darüber hinaus weist die Karte neben dem »Haus der Berge« fünf Informationsstellen und 26 Hütten in und am Nationalpark auf. Auch in der Nationalpark-App gibt es eine Veranstaltungsübersicht, in der man etwa alle Angebote der Umweltbildung aufgelistet bekommt. Neben allgemein zu beachtenden Hinweisen erfährt man alle wesentlichen Zahlen über den einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands.

»Schiffbruch« am Königssee

Auch die Königssee-Schifffahrt hat mittlerweile ihre eigene Applikation, rund 40 Megabyte groß, auf Deutsch und Englisch. Allerdings ist das, was sie bietet, mehr als dürftig. Fairerweise muss man der App zugestehen, dass sie kostenlos ist. Zumindest sollte aber der Inhalt weitestgehend brauchbar sein, was man von der Schifffahrt-App leider nicht sagen kann. Klar, es gibt einige Erklärungen zum See in schriftlicher Form. So erfährt man etwas über den Malerwinkel oder die Falkensteiner Wand, natürlich über St. Bartholomä, kann den Schrainbach-Wasserfall verorten und weiß schließlich, wo sich der Obersee befindet. Ein Audioguide soll dem Nutzer die Infos eigentlich akustisch näherbringen. Allerdings ist diese Funktion nicht abspielbar. Einige Nutzer beklagen sich diesbezüglich bereits im App-Store. Der Fehler wurde bislang aber noch nicht behoben. Viel mehr Möglichkeiten bietet die App dann auch nicht. Es gibt einen direkten Link zur Seenschifffahrts-Webseite sowie eine äußerst übersichtliche Bildergalerie.

Eine landkreisumfassende App gibt es mit der Let's-Geo-App. Diese orientiert sich an der Geocaching-Idee und schickt den Benutzer auf eine informative Tour durch die Region. Geocaching, auch bekannt als GPS-Schnitzeljagd, ist eine Art elektronische Schatzsuche. Die Verstecke, auf Neudeutsch »Caches«, werden anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht. Mit einem GPS-Empfänger und der Hilfe von Kartenmaterial lassen sich so die weltweit zu findenden Verstecke aufsuchen. In der App ist es möglich, über eine Karte auf dem Smartphone durch die Tour geführt zu werden. Automatisch erscheinen im Gelände interaktive Aufgaben, die es zu absolvieren gilt. Werden diese erfolgreich gemeistert, geht die Tour von Station zu Station weiter. Bis zum Finale. Hier wartet ein Gutscheincode auf den Spieler, der bei an der App beteiligten Partnern gegen ein Geschenk eingelöst werden kann.

Gemein haben alle Applikationen, dass sie kostenlos sind und in den jeweiligen Smartphone-Stores (Android und iOS) heruntergeladen werden können. Kilian Pfeiffer