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Bürgermeister Franz Halmich stellt die Vorhaben der nächsten Jahre vor

Asylbewerber ab April

Marktschellenberg – Bürgermeister Franz Halmich sprach in der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Veranstaltungsraum des Feuerwehrhauses über kommende Projekte in Marktschellenberg.

In diesem Gebäude des Marktschellenberger Schnitzhofheims sollen ab April Asylbewerber einziehen. (Foto: Wechslinger)

Ein aktuelles Thema ist die Unterbringung von Asylbewerbern in Marktschellenberg. Wie berichtet, soll hierfür das Schnitzhofheim genutzt werden. Halmich konnte dazu Neues berichten: »Dem Eigentümer wurde aktuell zugesichert, dass eine Familie kommt.« Positiv erwähnte Halmich auch, dass in der Gemeinde bereits eine Liste ausliege, auf der sich zahlreiche Marktschellenberger eingetragen haben, die helfen wollen. Die ersten Asylbewerber sollen voraussichtlich im April nach Marktschellenberg kommen. Dann werde es auch einen Informationsabend im Landratsamt geben, sagte Halmich später auf Nachfrage.

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Ein weiteres Thema der nächsten Jahre ist die Breitbandinitiative. Der Marktgemeinderat habe sich für den bestmöglichen Ausbau entschieden. »In vielen Bereichen wird es sogar Glasfaserleitungen geben«, erklärte Halmich. Die Frist zur Abgabe von Angeboten ist bereits abgelaufen, es stellt sich nur ein Anbieter dem Wettbewerb. »Die Firma mit dem großen Buchstaben«, gibt Halmich den Marktschellenbergern ein Rätsel auf. Die Entscheidungen sollen bis Ende März getroffen werden, die Umsetzung ist für 2017/18 geplant.

Auch am Klärwerk wird es Änderungen geben. Die Anlage erfülle zwar die heutigen Grenzwerte, die Technik stamme jedoch aus den 1970er Jahren. »Fast 45 Jahre durchgehender Betrieb hinterlassen eben auch Zeichen am Zustand«, so Halmich. Obwohl die Kapazitäten auch nach den neuen Anschlüssen an die Abwasserentsorgung ausreichten, müsse der Markt deshalb seine Abwasserklärung neu regeln. Eine Sanierung des bestehenden Klärwerks sei nicht möglich, da die angewandte Technik nicht mehr gebaut werde. Es bleiben deshalb zwei mögliche Lösungen: Entweder ein Neubau der Anlage. Die neue Technik und damit einhergehende höhere Anforderungen würden allerdings wesentlich mehr Personalaufwand bedeuten, so Halmich. Die Kosten für den Neubau würden jenseits von vier Millionen Euro liegen.

Die wirtschaftlichere Variante wäre laut Bürgermeister die zweite Lösung. Das Netz des Reinhalteverbands Tennengau-Nord beginnt am Zollamt Hangendenstein. Das Abwasser aus den Ortsteilen Zill und Barmstein wird bereits über dieses Netz abgeleitet. »Es stellt sich daher die Frage nach einer kommunalen Zusammenarbeit«, sagte Franz Halmich. Es gebe hier allerdings noch einige Detailprobleme. Die Kosten für diese Variante seien dem Bürgermeister noch nicht bekannt. Sie seien unter anderem abhängig von Anschlusskosten und der laufenden Reinigungsgebühr. Ergebnisse soll es in den nächsten Monaten geben.

Weiter sprach Franz Halmich einige kleinere Punkte an. So wird es auch in diesem Jahr wieder Feuerbeschauer geben. Betroffene Hauseigentümer erhalten mindestens vier Wochen zuvor eine Ankündigung. Auch Bauarbeiten wegen der Unwetterschäden wird es 2016 wieder geben. Darunter die geplanten Arbeiten am Weberbichlgraben im Ortskern.

2016 sollen erneut zahlreiche Veranstaltungen in der Marktgemeinde stattfinden. Zum Beispiel die Gesundheitswochen, die Anfang März starten, und die Standkonzerte. Das erste findet am Pfingstsonntag statt. Geplant ist auch ein Klammfest. Alexandra Rothenbuchner