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Auf dem Adventsmarkt lauert die Gefahr

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Langfinger schrecken auch vor Brustbeutelträgern nicht zurück. Hinweis für die Polizei: Das Foto ist nur gestellt. Der »Dieb« ist ein unbescholtener Bürger, der auf dem Adventsmarkt Krippenfiguren verkauft. Anzeiger-Foto

Berchtesgaden - Achtung, Achtung. Adventsmarktbesucher aufgepasst: Die Polizei warnt in einer aktuellen Pressemitteilung alle Besucher vorweihnachtlicher Veranstaltungen vor Taschendieben und Langfingern. »Zahlreiche Menschen werden auch in diesem Jahr wieder die regionalen Weihnachtsmärkte besuchen. Gebrannte Mandeln und Glühwein sorgen für gelöste Stimmung und besinnliche Freude«, heißt es darin. Die Kernaussage reimt sich sogar: »Taschendiebe nutzen den Schutz der Menge und entkommen im Gedränge«. Im Folgenden gibt die Polizei Tipps, wie sich die Besucher von Christkindlmärkten richtig verhalten sollen.


Wichtig ist es, nicht zu viele der berauschenden gebrannten Mandeln zu verzehren, um nicht ein leichtes Opfer der Verbrecher zu werden. Auch bei der Auswahl der Gesprächspartner sollte man Vorsicht walten lassen. Denn: »Langfinger suchen die körperliche Nähe, verwickeln ihre Opfer mit fadenscheinigen Fragen in ein Gespräch und beschmutzen deren Kleidung.« Sollte jemandem ein solcher Mensch auf dem Adventsmarkt begegnen, dann ist es entweder der total besoffene Nachbar, der ebenfalls betrunkene nervige Arbeitskollege oder tatsächlich ein Trickdieb. In allen drei Fällen ist höchste Vorsicht geboten.

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Am besten ist es, Geldbeutel und Kreditkarte gleich ganz zu Hause zu lassen. Denn nur so ist es gewährleistet, dass man erst gar nicht in Versuchung gerät, berauschende gebrannte Mandeln zu konsumieren. Und: Wer kein Geld dabei hat, dem kann auch keines gestohlen werden. Oder wie der Volksmund sagt: Einem Nackten kann man nicht in die Taschen greifen. Wobei es sich an den teilweise recht kühlen Dezemberabenden nicht empfiehlt, einen Christkindlmarkt nackt zu besuchen.

Generell nicht gerne gesehen, egal wo, sind Brustbeutelträger. Denn diese gelten als langweilige Erbsenzähler und, man muss sie einfach so nennen: Korinthenkacker. Männern, die einen Brustbeutel tragen, wird es selbst nach zehn Tassen Glühwein respektive elf Tüten berauschender gebrannter Mandeln nicht gelingen, mit einer hübschen Frau ins Gespräch zu kommen. Denn Brustbeutel machen einen Mann in etwa so attraktiv wie ein Bierbauch in Kombination mit starkem Haarausfall und penetrantem Körpergeruch.

Die Polizei, und das ist kein Scherz, sieht das ganz genauso. Denn in einem eingefügten Kommentar zu der Pressemitteilung, der aus Versehen nicht gelöscht wurde, steht wörtlich: »Welcher Erwachsene nimmt (...) einen Brustbeutel her.« cfs