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Auf nach St. Bartholomä

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Traumhafter Anblick: St. Bartholomä im Übergang vom Winter zum Frühling. (Fotos: Stanggassinger)

Schönau am Königssee – Nach langer Vereisung nimmt die Schifffahrt Königssee am Samstag den Fahrbetrieb nach St. Bartholomä wieder auf. Das erste Boot fährt um 9.55 Uhr, die letzte Rückfahrt von St. Bartholomä ist um 16.30 Uhr.


»Unglaublich, wie schnell das Eis jetzt verschwunden ist«, freut sich Kapitän Stefan Resch. Bis St. Bartholomä ist der See komplett eisfrei. Von Bartholomä Richtung Salet gibt es aber noch eine geschlossene Eisdecke. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Fahrbetriebes. Die Besatzung eines Außenborders ist unterwegs, um Schwemmholz einzusammeln. Zwei Probefahrten mit den jeweiligen Passagierschiffen mussten durchgeführt werden. Zum einen überprüften die Schlosser die Mechanik, zum anderen testeten die Elektriker das Radar und alle elektronischen Bauteile.

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Der Königssee ist inzwischen bis St. Bartholomä eisfrei. Ab morgen fahren die Schiffe wieder.

Die Gaststätte auf St. Bartholomä ist ebenfalls ab Samstag wieder geöffnet. Vor der Kapelle wurden der Christbaum abgebaut, Bänke aufgestellt und das Wasser für die Toiletten und die Gaststätte wieder aufgedreht. Aufräum- und Reinigungsarbeiten wurden durchgeführt und alle Rastbänke wieder aufgestellt.

Der Naturliebhaber, der die Ruhe liebt, kommt auf der Halbinsel zur Zeit auf seine Kosten. Es ist halb Winter, halb Frühling. Das Rotwild ist noch bei den Fütterungen. Die kapitalen Hirsche haben ihr Geweih bereits abgeworfen. Auf dem Waldboden rund um St. Bartholomä gibt es ein Blumenmeer von unzähligen Schneerosen. Auf dem Weg zum Eisbach muss man noch über so manches Schneefeld. Der Weg zum Funtensee ist mit Lawinenschnee verschüttet. Die Eisschicht Richtung Salet zeigt Risse. Dass der Frühling auch bei den Liebenden auf St. Bartholomä ist, zeigen die vielen herzlichen Gravuren an der Bootshütte hinter St. Bartholomä.

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Die Sonne scheint, das Eis bei Salet schmilzt.

Bei Sonnenschein ist ein fast durchgehendes Donnern und Grollen der Lawinen, von der Watzmann Ostwand zur Eiskapelle hinunter zu hören. Im naturbelassenen Wald auf der Halbinsel bieten sich viele Fotomotive. Spechte, die in Bäume hämmern, Eichhörnchen und die verschiedensten Vogelarten springen von Geäst zu Geäst. Bernhard Stanggassinger