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Baustelle am Gastagweg noch bis September – Kreuzigungsgruppe bekommt anderen Standort

Auf schwierigem Grund

Die Verbreiterung der Bundesstraße ist fertig. Demnächst beginnen die Arbeiten an der Salzburger Straße mit der sich nach außen wölbenden Stützmauer. (Foto: Rothenbuchner)

Marktschellenberg – Länger als geplant wird die Baustelle beim Gastagweg in Marktschellenberg dauern.


Einige Schwierigkeiten, insbesondere mit dem Untergrund, haben die Verantwortlichen dazu veranlasst, das voraussichtliche Fertigstellungsdatum auf Mitte bis Ende September zu verlegen.

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Zum Schellenberger Kirtag vom 7. bis 10. Juli hätten die Baumaßnahmen weitgehend abgeschlossen sein sollen. Nun werden die Arbeiten doch um einiges länger dauern. Die engen Platzverhältnisse, der Verkehr, die Wasserführung und der labile Hang erschwerten in den vergangenen Wochen die Bauarbeiten. Den Hang mussten die Arbeiter abschnittsweise abtragen und dazwischen immer wieder sichern. »Nie mehr als 1,50 Meter am Stück«, erklärt Martin Lechner von der Firma Porr. Aufschüttungen mit sehr grobem Steinmaterial aus der Zeit des Eisenbahnbaus machten außerdem zusätzliche Stützbauten notwendig, um die Straße Richtung Ache verbreitern zu können.

Kostenpunkt: Mittlerweile rund 1 Million Euro

Die Arbeiten an der B 305 für die zusätzliche Abbiegespur sind mittlerweile abgeschlossen. Auch die insgesamt rund 14 Meter hohe Stützmauer am Hang ist bald fertig. Laut Ingenieur Roland Bannert liegen die Kosten für die bereits durchgeführten Arbeiten bei rund 600 000 Euro. Bis zum Ende der Bauarbeiten wird der Betrag auf knapp 1 Million Euro steigen. Von 900 000 Euro war die Gemeinde zu Beginn der Bauarbeiten ausgegangen. Ein höherer Zuschuss ist bereits beantragt, die Chancen, ihn zu bekommen, stehen Marktgemeinde-Geschäftsleiter Michael Ernst zufolge gut.

Als nächster Bauabschnitt steht der Abbau der Salzburger Straße bevor. Die dortige bauchende Stützmauer war ursprünglich der Auslöser für die Arbeiten. Nach einer Baugrundverbesserung soll künftig eine Stahlbetonmauer, die sich nach oben hin leicht von der Bundesstraße wegneigt, den Bereich zur B 305 hin stützen. Sie soll eine natursteinähnliche Optik erhalten, wie Statiker Martin Wagner erläutert. Auf die Mauer wird anschließend wieder das bereits bestehende Geländer montiert. Die Mauer am Gastagweg soll noch ein Stück Richtung Hang versetzt und dann mit den bereits vorhandenen Steinen wieder aufgebaut werden.

Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die Kreuzigungsgruppe an der B 305 versetzt. »Sie steht derzeit an keinem günstigen Platz«, bestätigt Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob. »Im Zuge der Bauarbeiten hat sich die Möglichkeit zu einer Veränderung ergeben.« Gemeinsam mit den zuständigen Stellen hat sich der Pfarrverband darauf geeinigt, die Kreuzigungsgruppe circa 30 Meter oberhalb des jetzigen Standorts am Gastagweg aufzustellen.

Die fortdauernden Arbeiten am Gastagweg haben auch Auswirkungen auf den Schellenberger Kirtag. Um die angespannte Verkehrssituation etwas zu entlasten, soll aber die Ampelregelung während des Wochenendes entfallen. »Wir werden auf jeden Fall versuchen, über den Kirtag die Zweispurigkeit auf der B 305 herzustellen«, versichert Bürgermeister Franz Halmich.

Die Gemeindeverwaltung hat außerdem beschlossen, während des Kirtags ein Parkverbot für die Salzburger Straße (Mühlgasse bis Grundschule) sowie die Ettenberger Straße zu erlassen. Dieser Weg ist derzeit in Not- und Rettungsfällen die einzige mögliche Zufahrt zu den Ortsteilen Ettenberg und Schaden. Um die Sicherheit zu gewährleisten, werden in diesem Bereich parkende Fahrzeuge abgeschleppt. Der Pkw-Verkehr wird am Kirtag-sonntag und -montag über die Mühlgasse umgeleitet. Die Umleitung ist beschildert. Alexandra Rothenbuchner