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Ausstellungspremiere am Schlossplatz

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Ein Charakterkopf aus den Händen der Berchtesgadener Schnitzschüler.
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Freute sich über die neue Einrichtung: Leiter der Verwaltung Guido Burkhardt. (Foto: Tessnow)

Berchtesgaden – Mit rund 80 Ausstellungstücken von 15 Bildhauern und Schreinern der Schnitzschule Berchtesgaden konnte am Mittwochabend eine selektive Vielfalt aktueller Werke angehender Kunsthandwerker begutachtet werden. Bei der kleinen und feinen Premiere wurden auch die neuen Räumlichkeiten im königlichen Schloss festlich eingeweiht.


Rund 80 Quadratmeter renovierter Ausstellungsraum. Elegant und warmhell ausgeleuchtet. Schlossverwalter Guido Burkhardt und Schnitzschulleiter Norbert Däuber freuten sich, dass das Museum um eine attraktive Ergänzung reicher geworden ist und Skulpturen aus der Schnitzschule es zuerst bestücken dürfen. »Das Rehmuseum selbst ist eine wissenschaftliche Sammlung und wurde vor elf Jahren eingerichtet. Sie ist in der Welt einzigartig«, erklärte Burkhardt.

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Künftig finden im Museum Wechselausstellungen statt. »Man muss also nicht unbedingt Jäger sein, um dieses schöne Museum mal zu besuchen. Ab heute haben wir den Schnitzschülern eine Plattform geboten, ihre Exponate der Öffentlichkeit zu zeigen« so Burkhardt weiter. Die Ausstellung läuft bis zum 31. März. Die meisten Skulpturen, die am Abend zu betrachten waren, stammen von Auszubildenden aus dem zweiten und dritten Lehrjahr der Berchtesgadener Schnitzschule. Bevorzugte Arbeitsmaterialien dabei sind Pappel, Birne, Ulme, Ahorn oder Linde. In der Tätigkeit und Werkumsetzung steckt viel Arbeit und Wissen. Themenwahl, Objektidee, Vermessung, Materialselektion. Die Kunsthandwerker müssen zeichnen, schnitzen, schreinern, ölen, modellieren und vieles mehr. Neben dem Fachpublikum fanden sich auch einige »Laien« ein und konnten ein wenig Fachsimpelei aufschnappen. Auch ein erweiterter Rundgang im Rehmuseum wurde den Gästen von der Schlossverwaltung ermöglicht. Anspruchsvolles Handwerk traf auf anspruchsvolles Publikum.

Aktuelle Öffnungszeiten sowie Eintrittspreise und weitere Informationen sind unter www.schloss-berchtesgaden.de einzusehen. Der Einlass erfolgt über die »Stubn Classic« am Schlossplatz 5. Gruppenführungen sind jederzeit mit Anmeldung möglich.

Wer sich für das Schaffen der Berchtesgadener Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei interessiert, hat die Möglichkeit an diesem Wochenende, am Samstag, 26., und Sonntag, 27. November, die Werk- und Ausstellungsräume in der Bergwerkstraße  12 zu besuchen. An beiden Tagen der offenen Tür werden auch die diesjährigen Ergebnisse des schulinternen Danner-Wettbewerbes ausgestellt. Die Öffnungszeiten dort sind jeweils von 13 bis 19 Uhr. Jörg Tessnow