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Auszeichnung für mutige Berchtesgadenerin

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Bechtesgaden Auszeichnung
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Auch Mandy Buchholz aus Berchtesgaden haben Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (l.) und Landespolizeipräsident Prof. Wilhelm Schmidbauer ausgezeichnet. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Leben gerettet, Räuber verfolgt, Betrüger ertappt, Sexualstraftäter aufgehalten – 29 engagierte Bürger sind gestern Donnerstag im bayerischen Innenministerium von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit der Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit ausgezeichnet worden. Eine von ihnen ist Mandy Buchholz.


Bei der Ehrung erinnerte Joachim Herrmann an die mutige Tat der Berchtesgadenerin (wir berichteten): An einem Nachmittag im Juli 2016 hatte ihre Tochter Buchholz darauf aufmerksam gemacht, dass im Garten ihre Nachbarin am Boden liegend von einem Mann gewürgt wurde. Sie zögerte nicht und eilte vom 3. Stock aus zu ihrer Nachbarin hinunter. Unten wurde Buchholz vom Täter gepackt, zur Seite gestoßen und bedroht. Anschließend würgte er sofort wieder die bereits bewusstlose Frau. »Sie ließen sich aber nicht beeindrucken und eilten ihrer Nachbarin erneut zur Hilfe und stießen den Täter herunter.« Nachdem eine weitere Nachbarin dazukam, ließ er letztlich vom Opfer ab. »Liebe Frau Buchholz, es besteht kein Zweifel: Durch Ihr couragiertes Einschreiten haben Sie das Leben Ihrer Nachbarin gerettet. Hochachtung vor Ihrem Mut«, lobte der bayerische Innenminister.

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Bei der Feierstunde in München sagte er zu allen Geehrten: »Sie alle haben sich um die Sicherheit in unserem Land mehr als verdient gemacht.«

Seit 25 Jahren verleiht das bayerische Innenministerium die Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit. Unter dem Motto »Courage bringt Sicherheit« werden Bürger ausgezeichnet, die in besonderer Weise Zivilcourage und Hilfsbereitschaft für Menschen in Not gezeigt haben. In seiner Ansprache erinnerte Herrmann an Dominik Brunner. Brunner starb nach einem grausamen Angriff, als er am 12. September 2009 Jugendliche vor einem gewalttätigen Übergriff in der S-Bahn beschützen wollte. »Es ist mir ein großes persönliches Anliegen, ihm ein würdevolles Andenken zu bewahren«, erklärte der Minister. Das tragische Schicksal zeige, wie schnell mutige Helfer selbst in Gefahr geraten können. »Umso mehr verdient das Engagement unserer Geehrten unseren Dank und Hochachtung«, betonte Herrmann. Klar sei aber auch, dass sich niemand in Lebensgefahr bringen müsse. Oftmals sei schon sehr geholfen, nicht wegzuschauen und gleich die Polizei zu verständigen. Wertvolle Tipps zum richtigen Verhalten in Gefahrensituationen gibt es laut Herrmann beispielsweise unter www.polizei-beratung.de oder bei allen kriminalpolizeilichen Beratungsstellen der Bayerischen Polizei. fb