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Neue Unterführung in Bischofswiesen als Zugang zum Bahnhof angedacht

Bahn plant für 2016 neuen Haltepunkt

Bischofswiesen – Die Deutsche Bahn möchte im Jahr 2016 im Zuge von Gleisbaumaßnahmen einen neuen Haltepunkt in Bischofswiesen errichten. Wie Rupert Walch von der Gemeindeverwaltung in der Gemeinderatssitzung am Dienstag erklärte, gibt es derzeit noch keine konkreten Planungen für die mit dem Gleisbau verknüpften Änderungen. Auf jeden Fall sollten neue Zugangswege zum Bahnhof geschaffen werden. Angedacht sei eine Unterführung, die nach vorläufiger Kostenschätzung 750 000 Euro kosten würde. Von diesen Kosten würde je ein Drittel von Bahn, Bund und Gemeinde getragen, wobei der Anteil der Gemeinde durch verschiedene Zuschüsse weiter reduziert werden könnte.

Die Deutsche Bahn plant eine Unterführung zum Bischofswieser Bahnhof. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Hans Metzenleitner, Fraktionssprecher der SPD, bezeichnete es als positiv und notwendig, dass das Problem des Zugangs zum Bahnhof angegangen werde. Er regte an, im Zuge dessen das Ortszentrum Bischofswiesens nochmals gesamt-planerisch anzuschauen.

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Der Fraktionssprecher der UBB, Paul Grafwallner, schloss sich Metzenleitner an. Er wünsche sich, dass das Konzept dem Gemeinderat von dem zuständigen Planungsbüro in einem Stadium vorgestellt werde, in dem Änderungswünsche noch berücksichtigt werden könnten. Er habe noch Bedenken, ob die Unterführung der Königsweg sei: Zum einen bringe sie einen längeren Anfahrtsweg mit sich, zum anderen könne es Probleme mit dem hohen Grundwasserspiegel der Ache geben.

Auch Michael Sturm, Fraktionssprecher der Grünen, schloss sich Metzenleitner grundsätzlich an. Wichtig sei aus seiner Sicht zudem, einen zusätzlichen Haltepunkt in Winkl zu errichten. Josef Stangassinger (UBB) regte an, bei den Baumaßnahmen ein Auge auf die Barrierefreiheit zu haben. Alexander Cramer (CSU) stimmte dem zu: Er als Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen hätten Probleme mit dem vorhandenen Drehkreuz. Eine Fußgängerunterführung wäre da eine Erleichterung.

Die beiden stellvertretenden Bürgermeister Thomas Resch und Bernhard Oeggl betonten, die Bahn habe sich in den bisherigen Gesprächen sehr kooperativ gezeigt. Man solle die Gesprächsbereitschaft der Bahn nutzen, damit etwas Gutes für die Gemeinde entstehe. Konkrete Beschlüsse wurden am Dienstag noch nicht gefasst. Markus Schüssler