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Bahnstrecke Tüßling-Freilassing wird zweigleisig

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Die Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Freilassing wird bei der Deutschen Bahn als Ausbaustrecke 38 tituliert. Auf einer Länge von 141 Kilometern soll die Strecke durchgehend elektrifiziert und in weiten Teilen zweigleisig ausgebaut werden. Gute Nachrichten gibt es nun für die Region: Der Abschnitt 3 zwischen Tüßling und Freilassing wurde im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf hochgestuft. (Abbildung: Deutsche Bahn)

Gute Nachrichten für die Region: Der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der gesamten Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing sind finanziell gesichert.


Neben der Strecke München-Mühldorf-Freilassing hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am gestrigen Dienstag zahlreiche Schienenprojekte vorgestellt, die in den kommenden Jahren vordringlich geplant und umgesetzt werden sollen. Es handelt sich um Projekte, die im Bundesverkehrswegeplan 2030 bislang in die Kategorie »Potenzieller Bedarf« eingestuft waren. In den vordringlichen Bedarf steigen Vorhaben auf, wenn eine »positive gesamtwirtschaftliche Bewertung« vorliegt, so die Erklärung des Ministeriums.

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Insgesamt 44 dieser Projekte wurden in den vergangenen Monaten unter die Lupe genommen und auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht. Das Ergebnis: 29 Schienenprojekte erhalten die höchste Dringlichkeitsstufe. Bei der Ausbaustrecke München – Mühldorf - Freilassing soll die Reisezeit verkürzt werden. Zu den bereits im vordringlichen Bedarf enthaltenen Abschnitten kommen nun der zweigleisige Ausbau von Tüßling nach Freilassing hinzu. Die 61 Kilometer lange Strecke war bislang im potenziellen Bedarf des Verkehrswegeplans aufgeführt. Neu im vordringlichen Bedarf ist außerdem der geplante Ausbau der Walpertskirchner Spange, eine 9,5 Kilometer lange, derzeit eingleisige Bahnstrecke, die Erding mit der Bahnstrecke München-Mühldorf verbindet.

Hocherfreut nahmen die heimischen Bundestagsabgeordneten Peter Ramsauer und Bärbel Kofler die Neuigkeiten aus Berlin auf.

In seiner Zeit als Bundesverkehrsminister habe er sich vehement für den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung bis Freilassing eingesetzt, so Peter Ramsauer (CSU). So sei durch sein Einwirken zum Beispiel die Brücke in Harmoning/Tittmoning bereits für einen zweispurigen Ausbau konzipiert worden. Unterstützt worden sei er in den jahrzehntelangen Bemühungen von Landrat Georg Grabner und Kommunalpolitiker, die in zahlreichen Schreiben und in einer Kreistagsresolution den Ausbau der Strecke immer wieder gefordert haben.

Damit werde jetzt eine attraktive und direkte Anbindung des Landkreises Berchtesgadener Land und des östlichen und nördlichen Teils des Landkreises Traunstein an den Flughafen München geschaffen. Zudem könne verstärkt der Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Ramsauer wiederholte seine Aussage, dass für ihn die großräumige Schienenverbindung Paris – Stuttgart – München – Wien – Budapest nur dann Zukunft habe, wenn sie durchgängig für den Schnellverkehr ausgebaut werde.

Bärbel Kofler (SPD) war nicht minder erfreut: »Vor einigen Wochen wurde bereits öffentlich, was heute in Berlin präsentiert wurde. Die für unsere südostbayerische Region so dringend notwendige bessere Schienenanbindung Richtung München wird kommen. Seit Jahrzehnten setzt sich die SPD dafür ein, den Personen- und Güterverkehr in der Region zukunftsfähig auszubauen. Nun gehen wir einen wirklich großen Schritt in diese Richtung!« Erfreulich sei in diesem Zusammenhang auch, dass ab dem Winterfahrplan die Strecke endlich im Stundentakt befahren werde. Für die vielen Pendler aus der Re-gion in Richtung München werde die Bahn so immer mehr zu einer echten Alternative zum Auto. Auch für den Wirtschaftsstandort Südostoberbayern komme so die, seit Langem geforderte bessere Anbindung für den Güterverkehr. ka