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Balance zwischen Tages- und Übernachtungsgast

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Die Vorstandswahlen des Tourismusvereins Ramsau brachten keine Überraschungen. An der Spitze stehen weiterhin Birgit Gschoßmann (M.) und Monika Geschoßmann (2.v.l.), die in ihrer Arbeit von den Beisitzerinnen Myriam Maltan (2.v.r.) und Katrin Stutz (l.) sowie von Beisitzer Fritz Rasp unterstützt werden. (Foto: Wechslinger)

Ramsau – Der Tourismusverein Ramsau hat bei seiner Jahreshauptversammlung im Gasthaus »Waldquelle« den Vorstand neu gewählt. Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Berichte der Vorsitzenden Birgit Gschoßmann, des Arbeitskreises für den Internetauftritt, des Geschäftsführers der BGLT Peter Nagel und des Geschäftsführers der Tourist-Information Fritz Rasp.


Vorsitzende Birgit Gschoßmann sprach dann von den vielfältigen Aktivitäten, die der Tourismusverein biete. Das im Talkessel einzigartige »Vital-Natur-Erlebnis« gehe weiter, wenn sich auch die Teilnehmerzahlen bei den Gästen nach unten verändert haben. Beliebt sei die Hochschwarzeck-Sesselbahn, die auf das Hirscheck führt. Durch das neue Pauschalreisegesetz dürfe das Vital-Programm nicht mehr als Inklusivleistung angeboten werden, könne aber weiterhin beworben werden.

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Thomas Bönsch vom Arbeitskreis Tourismus informierte die Versammlung über den Internetauftritt der Ramsau. So seien im letzten Jahr 1,7 Millionen Interessierte gezählt worden, die die Seite »Ramsau.de« aufgerufen hatten. Durch die Schneemassen im Januar und die mediale Verbreitung habe man alleine im Januar 350 000 Klicks registriert. 2. Vorsitzende Monika Gschoßmann trug im Anschluss den Rechenschaftsbericht über die Vereinsfinanzen vor. Kassenprüferin Ingrid Schmitt attestierte ihr korrekte Arbeit.

BGLT-Geschäftsführer Peter Nagel informierte über Neues aus seiner Organisation und die strukturellen Veränderungen, die seit seinem Amtsantritt geschehen seien. Unter anderen sprach Nagel vom Tagesgast, der wichtig sei, aber dennoch die Balance zwischen Tages- und Dauergast stimmen müsse. Für eine noch größere Transparenz und Erreichbarkeit sei ein Service-Pool geschaffen worden, zu dem Carina Nasko Informationen vermittelte. Der Blog unter der Seite »blog.berchtesgadener-land.com« sei der erfolgreichste Tourismusblog im deutschsprachigen Raum. Über 80 000 Fans habe der BGL-Tourismus im sozialen Netzwerk »Facebook«, wobei pro Beitrag 1 000 bis 100 000 Personen erreicht würden, wusste Peter Nagel, der des Weiteren auf »Instagram« mit 31 000 Followern und 20 000 erreichten Personen verwies. Eine besondere Freude für den Tourismusexperten sei der Zuschlag für die »Welttourismuskonferenz«.

Aus dem Rechenschaftsbericht von Tourist-Info-Chef Fritz Rasp ging hervor, dass die Gästezahlen zwar steigen, die Verweildauer aber schon lange stagniere. Über 90 Prozent der Gäste stammen aus Deutschland, wobei die Bayern und Nordrhein-Westfalen die Rangfolge klar anführten, berichtete Rasp. Er sprach des Weiteren von Modellprojekten im Bergsteigerdorf Ramsau. Dabei erinnerte der Leiter der Tourist-Info an eine Besprechung mit den Almleuten und zeigte auf, wo diese der Schuh drückt. Gut angekommen sei das Thema »Regionale Produkte«, bei dem Köstlichkeiten aus dem Bergsteigerdorf Ramsau kredenzt wurden. Laut Rasp brauche man auch den Tagesgast. Dies jedoch in geordneten Bahnen, wobei Rasp anhand von Bildern die Auswüchse beim wilden Parken aufzeigte.

Zum Abschluss seiner Ausführungen wies Fritz Rasp auf die Aktivitäten im Bergsteigerdorf Ramsau in diesem Jahr hin. Als einen Höhepunkt in der touristischen Werbung bezeichnete der Ramsauer Tourismus-Experte einen Fernsehbeitrag des Südwestdeutschen Rundfunks über das Bergsteigerdorf am Freitag, 8. März, um 20.15 Uhr.

Bei den Neuwahlen wurden Birgit und Monika Gschoßmann als 1. und 2. Vorsitzende bestätigt. Ihnen zur Seite stehen die Beisitzerinnen Myriam Maltan, Bettina Schwab, Katrin Stutz und Beisitzer Fritz Rasp. Als Kassenprüferinnen wurden erneut Gaby Maltan und Ingrid Schmitt bestellt.

Gschoßmann sagte, sie sei seit zwölf Jahren im Amt und wolle bei der nächsten Wahl in vier Jahren ihr Amt an jemand Jüngeren übergeben. 2. Bürgermeister Rudi Fendt sprach von Optimismus im Bergsteigerdorf dennoch auch von Baustellen, die abgearbeitet werden müssten. Eines der brennendsten Probleme sei das seit Langem leer stehende Hotel »Hochkalter«. Hier wusste jedoch keiner im Saal Rat. Man hoffe jedoch, dass sich wieder ein Betreiber findet. Abschließend kamen aus der Versammlung noch die Hinweise, dass Hunde die Landschaft verunreinigten und Leute ohne Ski die Langlaufloipen ruinieren würden. Christian Wechslinger