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Bald Ruhe in der Koch-Sternfeld-Straße?

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Wird die Koch-Sternfeld-Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt? Bevor der Gemeinderat über einen Antrag von rund 30 Anwohnern entscheidet, soll es eine Verkehrszählung geben. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Die Anwohner an der Koch-Sternfeld-Straße in Berchtesgaden sind vom wachsenden Durchgangsverkehr stark belastet. So sehen es jedenfalls rund 30 Bürgerinnen und Bürger, die mit einem Antrag eine Sperrung der Straße von der Mühlbachbrücke bis zur Einmündung Salzburger Straße für den öffentlichen Verkehr erreichen wollen. Der Hauptausschuss der Marktgemeinde Berchtesgaden folgte jetzt einstimmig einem Vorschlag von Bürgermeister Franz Rasp, vor einer Entscheidung erst einmal eine Verkehrszählung durchzuführen.


»Um die Sache entscheiden zu können, brauchen wir erst einmal echte Zahlen«, betonte Bürgermeister Franz Rasp gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger«. Immerhin basieren die vorhandenen Zahlen noch auf Zählungen in den 90er Jahren. Nun will man feststellen, ob die Zahlen die Verkehrsbelastung bestätigen oder ob es sich um ein rein subjektives Empfinden handelt. Gemessen werden soll auch der Anteil an Lkws, außerdem wird es Lärmmessungen geben.

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Vor allem als willkommene Umfahrungsmöglichkeit bei Staus auf der Bergwerkstraße/B 305 wird die Koch-Sternfeld-Straße gerne genutzt. Deshalb will Bürgermeister Rasp auch mindestens die Osterferien noch in die Messungen miteinbeziehen. Bis zum Sommer könnte das Thema dann wieder in den Hauptausschuss und schließlich zur endgültigen Entscheidung in den Marktgemeinderat kommen.

Bekannt ist auch, dass aus unterschiedlichen Gründen nicht alle Anwohner in der Koch-Sternfeld-Straße den öffentlichen Verkehr aussperren wollen. Vor allem dort ansässige Gewerbebetriebe sind von der Idee nicht gerade begeistert. Dass es keine einfache Lösung gibt, weiß Bürgermeister Franz Rasp auch. Bei Errichtung eines Sperrschildes mit dem Zusatz »Anlieger frei« ist eine Überwachung beispielsweise kaum möglich. Eine Alternative wäre die Schaffung eines verkehrsberuhigten Bereichs, in dem dann nur noch mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden dürfte. Der Reiz einer Stauumfahrung oder einer Abkürzung wäre damit schnell Vergangenheit. Man könnte die Straße auch für den Schwerlastverkehr sperren oder auf einer Seite mit technischen Einrichtungen komplett schließen. »Aber darüber werden wir diskutieren, wenn die Zahlen vorliegen«, fasst Rasp zusammen. Ulli Kastner

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