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Barrierefreie Haltestellen im Landkreis

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Berchtesgaden Barrierefrei
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Der Markt Berchtesgaden will ein neues und größeres Buswartehäuschen an der Schießstätte bauen. (Foto: Voss)

Berchtesgaden – Alle Haltestellen im Landkreis Berchtesgadener Land sollten barrierefrei sein, also der Einstieg in den Bus mit Rollstuhl oder Kinderwagen leichter möglich sein. Im Sommer 2015 hatte der Kreistag bereits beschlossen, 16 ausgesuchte Haltestellen von Linienbussen entsprechend auszubauen und an 13 Bahnstationen behindertengerechte Toiletten zu errichten. Seit diesem Beschluss hat sich aber vor allem in Berchtesgaden die Busbeförderung für Schüler komplett geändert. Daher will der Markt jetzt ein neues und größeres Buswartehäuschen an der Schießstätte. Der Kreistag beschloss daher, die Förderung von 5 000 Euro je Haltestelle auf alle Haltestellen für Linienbusse im Landkreis auszudehnen.


Hauptgrund für den Antrag aus Berchtesgaden ist, dass die Schüler derzeit noch direkt zur Grund- und Mittelschule »Am Bacheifeld« an der Bräuhausstraße gebracht werden. Mittags steigen knapp 50 Kinder an der Haltestelle Schießstättbrücke ein, in der Regel aufgeteilt auf drei Abfahrtszeiten. Ab dem Schuljahr 2022/2023 werden die Mittelschüler dann aber in Bischofswiesen zur Schule gehen. Dann werden täglich geschätzt nur noch rund 25 Schüler diese Haltestelle nutzen. Allerdings wird nach Ansicht der Marktgemeinde die Haltestelle Schießstättbrücke deshalb nicht an Bedeutung verlieren, denn im dann ehemaligen Schulgebäude sollen 45 Wohnungen für rund 150 Personen entstehen. »Somit bleibt der Bedarf an einer barrierefreien Bushaltestelle weiterhin gegeben«, heißt es im Antrag der Marktgemeinde. In Fahrtrichtung Hauptbahnhof Berchtesgaden rechnet die Verwaltung sogar noch mit einem steigenden Bedarf.

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Bisher waren in Berchtesgaden drei Haltestellen als besonders wichtig und daher förderungswürdig eingestuft, und zwar der Zentrale Omnibusbahnhof sowie die Haltestellen Zentrum und Bürgerheim. Der Verkehrsmanager des Landkreises, Johann Wick, räumte in der Kreistagssitzung ein, dass die Haltestelle Schießstättbrücke in der ursprünglichen Liste der in Berchtesgaden untersuchten Haltestellen an sechster Stelle stand.

Im Kreistag wurde auch deutlich, dass bis auf die Gemeinde Anger noch keine Kommune Geld aus dem Förderprogramm des Landkreises abgerufen hat. In der Liste sind bisher neben den drei Haltestellen in Berchtesgaden auch die Haltestellen Schön Klinik in Schönau am Königssee, Bischofswiesen-Winkl und Winkl-Siedlung sowie eine Haltestelle in Marktschellenberg.

Nun hat der Kreistag beschlossen, dass die Förderung auf alle Haltestellen im Landkreis ausgedehnt wird. Insgesamt bleibt die Summe im Fördertopf mit 80 000 Euro gleich. Michael Hudelist