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Baubeginn für Klettersteig am Kleinen Jenner

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Der »Schützensteig« am Kleinen Jenner verläuft nicht nur in der Senkrechten, sondern hat viele einfachere Querungen, die auch für Anfänger gut zu meistern sind. (Foto: Graßl)

Schönau am Königssee – Bergführer Michael Graßl hatte die Idee, am Kleinen Jenner, dem sogenannten Vogelstein, einen Klettersteig für Anfänger und Familien mit Kindern zu bauen. Die Mitglieder des Vereins »SC Klettersteig Grünstein« waren von der Idee sofort begeistert. Auch der Schönauer Gemeinderat war Feuer und Flamme für die neue Variante am Jenner. Naturschutz- und tierschutzrechtliche Gutachten waren ebenso schnell eingeholt wie ein Gestattungsvertrag zwischen der Gemeinde und dem Forstamt. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen.


»Der Klettersteig am Grünstein ist für reine Anfänger etwas zu schwierig. Daher kam uns der Gedanke, am dafür bestens geeigneten Kleinen Jenner einen weiteren leichten Klettersteig zu installieren, von dem aus die Probanden in der Folge auch andere schwierigere Klettersteige gut bewältigen können«, so Graßl, der heute mit Mitgliedern des Klettersteigvereins und mehreren freiwilligen Idealisten die Arbeiten am Vogelstein beginnt. In weniger als drei Wochen sollen über 330 Meter Sicherungsseile, 120 Sicherungsstifte, 70 Trittbügel und eine Hängebrücke namens »Flying Fox« in den Fels installiert werden.

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Alle Erbauer arbeiten ehrenamtlich, ferner unterstützt die Gemeinde Schönau am Königssee das Vorhaben finanziell. Natürlich freuen sich die Initiatoren über Spenden aus der Bevölkerung, schließlich dient der Klettersteig auch nachhaltig dem Tourismus. Der Klettersteig wird als Referenz an die Weihnachtsschützen, die das Gipfelkreuz erbaut haben, offiziell »Schützensteig« benannt und soll bereits am 16. Mai offiziell eingeweiht werden. Franzsikaner-Pater Kajetan und Bürgermeister Hannes Rasp werden dann als erste Seilschaft unterwegs sein und den kirchlichen Segen sowie die gemeindlichen Grüße vollziehen.

Die familiengerechte Führe weist einen Schwierigkeitsgrad von A/B auf und hält einen Notausstieg offen. Ein besonderer Aspekt des neuen Klettersteiges ist auch der landschaftliche Reiz, der sich den Kletterern bietet. Durch das besondere Gelände besteht auch ein geringes Sturzrisiko. Der neue Steig ist eine weitere große touristische Attraktion und eine Aufwertung des bestehenden Angebots. »Wer sich im ›Schützensteig‹ bewährt, kann den Isidor-Klettersteig und später den Hochthron sowie den Pidinger Klettersteig in Angriff nehmen«, erklärte der Vorsitzende des Verbands der deutschen Bergführer, Michael Graßl. Christian Wechslinger