weather-image
19°

Baubeginn verschiebt sich

3.9
3.9
Bildtext einblenden
Die Anwohner des Bergbachs warten seit fünf Monaten auf die Beseitigung der Hochwasserschäden. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – Die Bauarbeiten am Bergbach verschieben sich auf den Frühling. Das teilte die Marktgemeinde den Anwohnern jetzt schriftlich mit. Der Marktgemeinderat hatte am 21. Oktober in einer nicht öffentlichen Sitzung einen entsprechenden Beschluss gefasst. Der Grund: Momentan sei es nicht möglich, eine Baufirma aufzutreiben, welche die Arbeiten zu einem akzeptablen Preis ausführen könne. Eine Ausschreibung habe kein zufriedenstellendes Angebot erbracht.


Das günstigste Angebot liege 30 Prozent über der Kostenberechnung der Gemeinde, heißt es in dem Schreiben, das dem »Berchtesgadener Anzeiger« vorliegt. Weiter steht darin: »Trotz intensiver Suche, auch bei Baufirmen in Österreich, konnte kein wirtschaftliches Angebot gefunden werden.«

Anzeige

»Im Dezember werden wir die Arbeiten erneut ausschreiben«, erklärt der Geschäftsleiter der Marktgemeinde, Anton Kurz. Im Frühjahr soll dann gebaut werden. Um die Anwohner über die Wintermonate zu entlasten, soll der Mieslötzweg vor dem Winter provisorisch asphaltiert werden.

Der Beginn der Asphaltierung hänge von der Witterung und der Verfügbarkeit der Baufirma ab, so Kurz. »Es wird aber auf jeden Fall heuer noch passieren«, verspricht der Geschäftsleiter.

»Die Anwohner sind jetzt fünf Monate lang über Sandhaufen gefahren, das reicht«, sagt Michael Koller, der Sprecher der FW-Fraktion im Berchtesgadener Gemeinderat. Koller setzt sich seit dem Hochwasser Anfang Juni, das Anwesen und Straßen beim Bergbach überflutet hat, für die Belange der Anwohner ein. Christian Fischer