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Baum stürzt beim oberen Felsentor auf Pkw

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Trotz der Bemühungen der Einsatzkräfte konnte dem Fahrer dieses VW-Golf nicht mehr geholten werden. Fotos: Anzeiger/Wechslinger
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Aus dem Wald oberhalb des Felsentores stürzte eine Buche direkt auf das Auto eines Kölner Ehepaars.

Ramsau (PIB/UK) – Tödliche Verletzungen erlitt ein Autofahrer aus Nordrhein-Westfalen am Donnerstagvormittag, als ihm auf der Alpenstraße knapp oberhalb des Ramsauer Felsentors eine Buche direkt auf die Windschutzscheibe fiel. Der 72-Jährige war vermutlich sofort tot, die 66-jährige Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen.


Das Urlauberpaar war gegen 10.40 Uhr auf der Alpenstraße in Richtung Ramsau unterwegs, als aus dem Steilgelände oberhalb der Straße vor der Einfahrt ins obere Felsentor ein Baum auf die Fahrbahn stürzte und den VW-Golf unter sich begrub. Die Buche mit rund 50 Zentimetern Stammdurchmesser war, offensichtlich ausgelöst durch eine Starkwindböe, auf mehreren Metern Höhe abgebrochen und talwärts gestürzt. Nach Angaben einer ein Stück dahinter fahrenden Autolenkerin bestand für den Fahrer des Golf keinerlei Möglichkeit mehr, den Unfall zu verhindern.

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Unglücklicherweise traf der Stamm den Pkw direkt auf Höhe der vorderen Sitzreihe. Der 72-jährige Fahrer dürfte durch die Wucht des massiven Aufpralls sofort getötet worden sein. Die 66-jährige Beifahrerin wurde schwer verletzt. Die Frau musste durch die alarmierte Feuerwehr mit technischem Gerät aus dem Wrack befreit werden. Nach Erstversorgung durch BRK-Helfer und Notarzt wurde die Schwerverletzte mit dem Rettungshubschrauber »Christoph 14« ins Krankenhaus Traunstein geflogen.

Die Straße war für mehrere Stunden total gesperrt, für einen geregelten Ablauf sorgten die mit 45 Mann eingesetzten Feuerwehren aus Ramsau, Schönau und Berchtesgaden. Zur Unfallaufnahme war die Polizei Berchtesgaden im Einsatz. Im Hinblick auf den abgebrochenen Baum gab die Staatsanwaltschaft ein Gutachten in Auftrag. Dafür wurde ein Spezialist an die Unfallstelle beordert. Das BRK war mit zwei Einsatzfahrzeugen und mit Notarzt vor Ort. Die endgültige Straßenfreigabe erfolgte durch die Straßenmeisterei.