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Begeisterte Teilnehmer

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Unterwegs gab Dr. Anneliese Heidegger Tipps zum richtigen Atmen. Foto: Anzeiger/Mergenthal
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Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich bedankte sich bei Dr. Anneliese Heidegger mit einem Blumenstrauß. Foto: Anzeiger/Marschner

Marktschellenberg – Mit dem Echo auf die »Marktschellenberger Gesundheitswochen« diesen Herbst zeigte sich die Initiatorin und diesjährige Leiterin Dr. Anneliese Heidegger mehr als zufrieden: 50 Interessierte besuchten den Einführungsabend. 40 Personen nutzten die Chance, mit der von Heidegger entwickelten »Kartoffelkur« das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen. Mit einer Wanderung mit Puls- und Blutdruckmessung sowie einem Vortrag über Patientenverfügung klang die Veranstaltungsreihe aus.


Bei den einzelnen, durchwegs kostenlosen Veranstaltungen waren jeweils etwa 25 bis 35 Teilnehmer, wie die Marktschellenberger Ärztin berichtet.

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Gut besucht war auch die Wanderung über den Gastagweg und den Glockenweg zum idyllisch gelegenen Bauernhof von Familie Lohner. Unterwegs haben Helfer des Roten Kreuzes an verschiedenen Stellen Puls und Blutdruck gemessen, zum Beispiel vor dem Start, nach dem langen Anstieg des Gastagwegs und drei Minuten nach der Ankunft im Lesesaal.

»Wenn sich der Puls nach Bewegung schnell normalisiert, ist es gut«, erklärte Dr. Heidegger. Wenn der Puls bei Bewegung zu schnell oder der obere Wert des Blutdrucks zu hoch war, fragte sie bei den Teilnehmern nach. Oft sei zu viel Stress die Ursache.

Dieses Problem kennt auch eine 56-jährige Teilnehmerin aus Marktschellenberg. »Ich bin ein Typ, der viel anfängt. Dann komme ich nicht mehr nach. Ich rege mich auch über alles auf«, erzählte sie. Sie genieße es, nun in Ruhe mit ihren Mitwanderern auf der Hausbank bei wunderbarer Aussicht auf den Untersberg Kräutertee zu schlürfen und einen Apfel zu verspeisen.

Nicht nur aus dem Berchtesgadener Talkessel, sondern auch aus dem mittleren Landkreis waren Teilnehmer dabei. Eine 67-jährige Ainringerin hatte auch die Kartoffelkur mitgemacht. »Ich habe alles durchgezogen. Nach einer Woche habe ich gedacht: Ob ich das durchstehe? Aber man muss ja nicht hungern«, verriet sie. Sie freute sich, dass ihre Fettpölsterchen kleiner geworden sind, zum Beispiel an den Oberschenkeln, und der Anorak plötzlich ganz leicht zugehe. »Ich war gestern am Berg und habe mich total leicht getan«, berichtete sie stolz.

Auf dem Rückweg gab Anneliese Heidegger Anleitungen zur richtigen Atmung. »Mit der Nase einatmen, den Bauch vorstrecken und mit dem Mund ausatmen.« Auch Tipps zur Fußgymnastik unterwegs mit Training für die Spitzen, Fersen, den Innenrist und den Außenrist hatte die rüstige 77-Jährige parat. Veronika Mergenthal