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Berchtesgaden auf dem Weg zum »Surf-Paradies«

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Im zentralen Bereich der Fußgängerzone funktioniert es bereits: Mit dem Smartphone kann man sich über das Netzwerk der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee gratis ins Internet einloggen. (Foto: Voss)

Berchtesgaden – Noch mehr als sonst haben Jugendliche im Markt Berchtesgaden seit Kurzem ihr Smartphone im Visier. Denn viele von ihnen haben es schon registriert: Im Bereich der Fußgängerzone ist jetzt kostenloses Surfen über das Netz der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee möglich. »Wir befinden uns derzeit in der Testphase«, sagt TRBK-Vorsitzender Franz Rasp.


Sich nur einmal ins Netz der TRBK einloggen und dann zwischen Franziskanerplatz und Schlossplatz, zwischen Kongresshaus und Marktplatz online sein – das ist das Ziel des WLAN-Projekts, für das jetzt die Testphase anlief. Ganz so weit ist man freilich noch nicht, doch im zentralen Bereich der Fußgängerzone ist Surfen über das TRBK-Netzwerk bereits möglich. Einfach »Berchtesgaden-Königssee« auswählen, die Nutzungsbedingungen akzeptieren – und los geht's.

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»Das ist ein wichtiges Projekt, mit dem wir unseren Mitbewerbern auf dem Tourismusmarkt um einiges voraus sind«, sagt TRBK-Vorsitzender Franz Rasp. Denn ein flächendeckendes WLAN-Netz gibt es seines Wissens sonst nirgends. Gemeinsam wollen TRBK, Marktgemeinde Berchtesgaden und die Aktiven Unternehmen die Reichweite in den nächsten Monaten noch ausbauen. »Viele Gewerbetreibende wie beispielsweise die Sparkasse unterstützen uns dabei. Sie gehen quasi in Vorleistung«, sagt Rasp, der in der Testphase bereits »gute Ergebnisse« erkannt hat. »Wichtig ist, dass das Gratis-WLAN für diese Saison schon einmal gesichert ist. Jetzt brauchen wir halt Testwerte, welche Datenmengen da abgegriffen werden«, sagt Rasp. Und man wird sich Gedanken über die Finanzierung des Projekts machen, die nicht ganz leicht zu bewerkstelligen sein wird. »Es werden verschiedene Finanzierungsmodelle geprüft«, so Berchtesgadens Bürgermeister.

Und weil es sich um ein TRBK-Projekt für den ganzen Berchtesgadener Talkessel handelt, werden auch die weiteren Gemeinden nach und nach öffentliche WLAN-Zugänge der Tourismusregion anbieten. Gedacht ist beispielsweise an den Seestraßen-Bereich am Königssee, an den Hintersee oder auch an den Berchtesgadener Busbahnhof. Berchtesgaden-Königssee könnte damit zum Pionier für flächendeckendes öffentliches WLAN werden – sozusagen ein »Surf-Paradies«. Ulli Kastner