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Berchtesgaden damals und heute - Die Locksteinstraße

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Berchtesgaden (av) – Einen richtigen Bildschatz hat Siegi Scheidsach aus der Ramsau in seinem Haus gefunden. Das historische Foto (l.) zeigt die Locksteinstraße und den Markt Berchtesgaden. Kreisheimatpfleger Johannes Schöbinger hat sich die historische Aufnahme genauer angesehen und datiert sie etwa auf die Zeit zwischen 1867 und 1906.


»Das Schloss Lustheim steht auf dem Foto noch. Es wurde 1937 abgerissen«, weiß der Kreisheimatpfleger. Das ehemalige Bibliotheksgebäude links neben dem Stiftskirchenchor wurde lt. A. Helm erst 1895 abgetragen.

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Heute kaum noch vorstellbar ist, wie schmal die »Straße« damals noch war. »Die Locksteinstraße wurde 1896 wegen der Wasserleitung vertieft und erst 1902 verbreitert«, so Schöbinger. Er fügt noch hinzu: »Ich glaube, das Gebäude mit dem Türmchen am Beginn der Bergwerkstraße könnte schon der »neue« Schlachthof sein, 1896 gebaut.« Zudem sei noch die alte Anlage des Hofbrauhauses zu sehen. Das neue sei erst 1906 gebaut worden. Besonders schön sei zudem das Wurzbachhaus im Nonntal zu sehen. Bei der Baumgruppe in der unteren Bildhälfte in der Mitte entdeckt der Kreisheimatpfleger noch etwas: »Das ist das alte Pumphaus an der Pfisterleiten«, so Schöbinger. Von dort wurde die Sole über die Soleleitung hinauf zum Weinfeld gepumpt und floss von dort über die Leitung weiter bis in die Saline nach Bad Reichenhall. Die Soleleitung wurde 1920 eingestellt. Außerdem befand sich auf der Breitwiese noch kein Sportplatz.

Im Vergleich zur Locksteinstraße heute (r.) lässt sich noch eine Neuerung feststellen. Dort, wo heute das Martin-Beer-Haus steht, war zu früheren Zeiten das »alte Bruderhaus« zu finden. In der Rubrik »Berchtesgaden damals und heute« zeigt der »Berchtesgadener Anzeiger« Gegenüberstellungen von Fotos aus vergangenen Tagen und aus heutiger Zeit. Wer hat noch solche Bild-Schätze zu Hause? Der kann sie gerne in der Redaktion vorbeibringen, Dr. Imhof-Straße 9, 83471 Berchtesgaden. Wenn sie schon in digitaler Form vorhanden sind, dann können sie per E-Mail an redaktion@berchtesgadener-anzeiger.de geschickt werden. (Fotos: privat/Wechslinger)