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Berchtesgadener Fasching auf Sparflamme

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Setzen sich auch in schwieriger Zeit für die Faschingsgilde Berchtesgaden ein (v.l.): vorne – 2. Kassierin Stefanie Ernst und Beirat Christian Kugler; hinten – Ehrengründungsmitglied und Ehrensenator Bundeselferrat Ludwig Schröer, Schriftführerin Brigitte Pilz , Kassenprüferin und Beirat Monika Borho, Vizepräsident Werner Pilz, Beirat Gabriele Gsenger, 1. Kassierin Elisabeth Loder und Beirat Manfred Borho. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Es wird eine ruhige Faschingssaison für die Mitglieder der Berchtesgadener Faschingsgilde. Ohne Präsidentin und ohne Prinzenpaar starten sie am 11.11. in die närrische Zeit. Nachdem Karin Schröer bei der letzten Hauptversammlung ihr Amt als Präsidentin abgelegt hatte, konnte man noch keinen Nachfolger finden. Die kommissarische Führung übernimmt derweil Vizepräsident Werner Pilz. Seine Frau Brigitte Pilz ist Schriftführerin und das Amt der Kassierin übernimmt Elisabeth Loder.


Trotz aller Nachwuchsprobleme schaut die Vorstandschaft hoffnungsvoll in die Faschingszukunft. »Berchtesgaden ist keine Faschingshochburg, das ist uns klar, aber wir wollen trotzdem die Leute animieren, Freude am Fasching zu haben«, so Elisabeth Loder optimistisch. Laut Werner Pilz fängt der Verein wieder von null an, er selbst ist bereits seit über 20 Jahren aktives Mitglied. Mit seiner Frau und beiden Töchtern ist Pilz auch im Salzburger Faschingsverein aktiv.

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Seit 57 Jahren gibt es die Faschingsgilde bereits in Berchtesgaden, aber laut Loder wird es immer schwerer, Nachwuchs zu finden: »Die jungen Leute können damit nichts anfangen, sie haben leider keine Vorstellung davon, was Fasching bedeutet.« Die jährliche Suche nach einem passenden Prinzenpaar gestaltet sich ebenfalls immer mühsamer. »Wir würden uns freuen, wenn sich jemand finden würde für die nächste Saison. Wer Interesse hat, darf sich jederzeit melden«, appelliert Brigitte Pilz.

Darüber hinaus braucht die Faschingsgilde wieder eine Führungsperson. »Damit der Verein nicht kaputt geht, wäre es schön, wenn wir 2016 wieder einen Präsidenten hätten«, sagt Werner Pilz. Schließlich ist der Fortbestand der Gilde der gesamten Vorstandschaft eine Herzensangelegenheit. Elisabeth Loder: »Das ist eine große Gemeinschaft, man kommt viel rum, da man ja zu allen möglichen Faschingsterminen eingeladen wird, und man verbreitet Freude.«

Wenn alles klappt, ist für die nächste Faschingssaison wieder ein Hofball geplant. Dann hofft man auch auf die Unterstützung der Einheimischen.

Der erste Termin in der diesjährige Narrenzeit ist am 29. November. Unter dem Motto »Adventsnachmittag« wird befreundeten Vereinen die neue Vorstandschaft vorgestellt. Auch die beliebten Altenheimauftritte werden beibehalten. Der Hofball wird zwar in diesem Jahr ausfallen, doch soll es dafür einen Ersatz geben. Näheres steht noch nicht fest. Auf jeden Fall lassen sich die Gildenmitglieder trotz schwieriger Zeit nicht den Faschingselan nehmen und beginnen die Narrenzeit mit einem dreifachen »BGD Juchee«. Susann Marschner