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Berchtesgadener Gespräch gestartet

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Prominenz vor dem Schloss: Bundespräsident a.D. Joachim Gauck (l.) und Franz Herzog von Bayern nahmen sich extra Zeit, um sich für ein Foto vor dem Schlossportal zu postieren. (Foto: Fischer)

Berchtesgaden – Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat am heutigen Freitag das sogenannte Berchtesgadener Gespräch im Königlichen Schloss begonnen. Gastgeber ist zum 14. Mal Franz Herzog von Bayern. Die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde beschäftigt sich diesmal mit den Gefahren des Populismus.


Unter großen Sicherheitsvorkehrungen ist am Freitagvormittag Bundespräsident a.D. Joachim Gauck im Schloss eingetroffen, wo ihn Franz Herzog von Bayern begrüßte. Trotz strengem Protokoll nahmen sich die Beiden Zeit für ein Foto und ein kurzes Gespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger«. Während sich Gauck darüber freute, dass Berchtesgaden über eine eigene Lokalzeitung verfügt, schaute der Herzog lachend zum blauen Himmel hinauf und sagte: »Den haben die Berchtesgadener für ihre Gäste freigeräumt.« Auf die Frage, ob er eigentlich noch nervös ist, wenn er gleich vor so vielen hochkarätigen Konferenzteilnehmern sprechen muss, antwortete er spitzbübisch lächelnd: »Nein. Ich freue mich.«

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Als Hausherr und Gastgeber hat sich Franz Herzog von Bayern diesmal den Populismus als Thema ausgesucht. »Noch nie hatten wir für das alljährliche Berchtesgadener Gespräch ein so aktuelles und akutes Thema. Wir wollen diesmal sprechen über die politische Veränderung der Welt in den letzten zwei Jahren. Seit Brexit und seit dem Wahlerfolg von Donald Trump in den USA hat sich die uns seit 1945 in Deutschland, in Europa gewohnte und vertraute Welt politisch verändert«, so der Herzog. Auch die Wahlen in Europa in diesem Jahr bis hin zur Bundestagswahl und zur österreichischen Nationalratswahl am vergangenen Sonntag hätten neue Einsichten zu Tage gefördert und neue Antworten herausgefordert. »Den Ursachen dafür muss man nachgehen. Unser Gespräch hier soll versuchen, dafür einen unbefangenen Beitrag zu leisten«, erklärte Franz Herzog von Bayern.

Am Berchtesgadener Gespräch nehmen neben Franz Herzog von Bayern und Joachim Gauck Reinhard Kardinal Marx, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, Bundesfinanzminister a.D. Theo Waigel und Landtagspräsident a.D. Alois Glück teil. Christian Fischer