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Bereit für Bypass

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Der geplante Bypass am Kreisverkehr soll Richtung Ramsau führen. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Mal wieder Megastau am Bahnhofskreisel? Das könnte bald der Vergangenheit angehören. Denn Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp und sein Marktbaumeister Peter Hasenknopf haben die Lösung des Problems gefunden. Ein Bypass Richtung Ramsau soll für flüssigen Verkehr sorgen. Die Planungen sind inzwischen weit gediehen. Theoretisch könnten die Bauarbeiten im nächsten Jahr beginnen.


Er ist ein Sorgenkind, seit es ihn gibt: der Kreisverkehr am Bahnhof. Vor allem im Sommerhalbjahr verursacht er kilometerlange Staus in sämtliche Richtungen. Nach langen Überlegungen haben nun Bürgermeister Franz Rasp und sein Marktbaumeister Peter Hasenknopf eine Lösung des Problems gefunden. Ein Bypass, also eine eigene Spur direkt neben dem Kreisverkehr, Richtung Ramsau soll den Verkehrsfluss verbessern. Genauso, wie die Abschaffung der inneren Spur. »Die wird eh nur zum wilden Überholen oder gar nicht verwendet«, so Rasp.

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Laut Bürgermeister laufen derzeit die Kostenberechnungen. Geklärt werden müsse auch die Frage, zu welchen Anteilen sich die Marktgemeinde und der Bund an dem Projekt beteiligen. Denn die Marktgemeinde will den Bypass quasi in Eigenregie bauen. Also im Prinzip wie es in Bischofswiesen bei der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt der Fall ist. Derartige Verkehrsprobleme bei den Bauarbeiten wie in der Nachbargemeinde soll es allerdings nicht geben. »Eine Sperrung des Kreisverkehrs ist ausgeschlossen«, betont Franz Rasp. »Wir schaffen es, dass der Verkehr fließt.«

Stellt sich nur die Frage, warum diese Einsicht erst nach zwölf Jahren kommt. »Bereits damals stand ein Bypass zur Debatte«, weiß Rasp. Allerdings sei die Idee aus Angst um die Fußgänger verworfen worden. Inzwischen sei aber klar: »Die Fußgänger finden sich zurecht. Es gab keinen Unfall.«

Bereits in der Dezembersitzung soll der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsdebatte über die Maßnahme abstimmen. Christian Fischer