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Bergretter und Wasserwacht versorgen Verletzte am Königssee

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Foto: Leitner, BRK BGL

Schönau/Ramsau – Die Berchtesgadener und Ramsauer Bergretter waren am Montag wegen des schönen Wetters nach dem verregneten Wochenende mehrmals m Einsatz.


Polizeibergführer meldet Verwesungsgeruch: Toter Bergsteiger geborgen

Den ersten und größten Einsatz hatten Bergwacht und die Polizei am Montagvormittag und -nachmittag. Eine Frau aus Bergisch Gladbach in Nordrheinwestfalen meldete ihren Ehemann, der im August zu anspruchsvollen Bergtouren in die Alpen aufgebrochen war und sich seit rund zwei Wochen nicht mehr meldete, als vermisst. Hier geht es zum Bericht: Vermisster Bergsteiger tot aus Watzmann-Ostwand geborgen.

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Doch damit war der Tag für die Helfer noch nicht zu Ende. Sie waren bei drei weiteren Einsätzen gefordert:

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Foto: Leitner, BRK BGL

Wasserwacht setzt Bergretter zur Halbinsel Sankt Bartholomä über

Gegen 16.15 Uhr wurde per Notruf ein 25-jähriger Iraker gemeldet, der akut internistisch erkrankt oberhalb der Halbinsel Sankt Bartholomä auf Höhe des Nationalpark-Hauses medizinische Hilfe brauchte.

Die BRK-Wasserwacht brachte die Berchtesgadener Bergretter per Boot mit ihrem All-Terrain-Vehicle (ATV) zur Halbinsel, wobei der Patient bereits selbst im Abstieg war und bereits an der Kirche auf die Einsatzkräfte traf.

Die Retter versorgten den jungen Mann und brachten ihn zur Seelände, wo er dann im Rettungswagen notärztlich untersucht und ambulant behandelt wurde. Vier Wasser- und zwei Bergretter waren über zwei Stunden lang im Einsatz.

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Völlig erschöpften Wanderer aus unwegsamen Gelände geflogen

Nahezu gleichzeitig, gegen 16.20 Uhr, ging ein weiterer Notruf für die Bergwacht Ramsau wegen eines zutiefst erschöpften und verstiegenen Wanderers aus dem südlichen Lattengebirge ein, der trotz GPS-Gerät und Karte den Wanderweg verloren hatte und am Schmuckenstein südöstlich der Mordaualm im unwegsamen Gelände festsaß.

Die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 4“ fanden den Verstiegenen aus Sachsen, der dann per Winde aufgenommen und nach Ramsau ausgeflogen wurde. Einen Transport ins Krankenhaus verweigerte der Patient anschließend jedoch.

Münchner mit Schnittwunden an Hand und Bein

Kurz nach 21.30 Uhr wurde ein verletzter 26-jähriger Münchner mit Schnittwunden an der Hand und am Bein auf der Blaueishütte gemeldet. Der Mann stieg selbst noch mit drei Begleitern zur Talstation der Seilbahn ab, wurde von der Bergwacht Ramsau versorgt und ins Tal gefahren, wo ihn der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes übernahm und dann zum Nähen in die Kreisklinik Bad Reichenhall brachte.

Pressemeldung BRK BGL

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