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Bergsteiger aus gefährlichem Gelände gerettet

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Schönau am Königssee – Ein Bergsteiger hat in der Nacht auf Donnerstag um kurz nach 23 Uhr einen Notruf vom Hohen Göll abgesetzt. Der Mann war beim Abstieg vom Weg abgekommen und im oberen Pflugtal in absturzgefährliches, wegloses Gelände geraten.


Die Bergretter vermuteten den Bergsteiger zunächst im Bereich zwischen Brettgabel und Großem Archenkopf. Der Berchtesgadener Bergwacht-Einsatzleiter sah aber bei der ersten Erkundungsfahrt die Stirnlampe des Mannes, der in etwa auf 1 700 Metern Höhe war.

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Eigentlich wollte er über die Brettgabel absteigen. Eine Fußmannschaft der Bergwacht stieg in der Vollmondnacht auf und traf kurz nach 1 Uhr bei dem Mann ein. Währenddessen versuchte die Leitstelle Traunstein einen nachtflugtauglichen Hubschrauber mit Rettungswinde anzufordern. Da weder die Landes- noch die Bundespolizei eine Maschine schicken konnten, fragte der Disponent bei der Leitstelle der Bundeswehr in Münster an, die eine Besatzung der Rettungsflieger vom Fliegerhorst Penzing bei Landsberg organisierte.

Der Bundeswehr-Hubschrauber landete auf der oberen Buswendeplatte am Kehlstein, flog dann direkt zum Einsatzort und holte den Bergsteiger per Rettungswinde ab. In einem zweiten Anflug wurden die Bergretter per Winde aufgenommen. Der Einsatz dauerte bis 4 Uhr in der Früh.

Die Bergwacht musste sowohl »Christoph 14« als auch den SAR-Hubschrauber mit ihrem Kerosinanhänger für den Rückflug zur Basis wieder auftanken.

Ein Wanderer hatte sich am Dienstag um kurz nach 16 Uhr bei der Königsbachalm am Jenner am Knie verletzt. Die Bergwacht fuhr per Geländewagen zum Unfallort, versorgte den Patienten und brachte ihn ins Tal.

Am Mittwoch meldete sich gegen 14.45 Uhr ein erschöpfter Bergsteiger über Notruf bei der Leitstelle Traunstein, der in den Ostabbrüchen des Hohen Bretts oberhalb des Stahlhauses in weglosem Gelände in Not geraten war. Ein sehr schwerer Rucksack und Temperaturen über 35 Grad machten ihm zu schaffen. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« fand den unverletzten Mann über Telefon-Funk-Zusammenschaltung der Leitstelle rasch und flog dann mit dem Notarzt am Rettungstau zum Stahlhaus. Die Bergwacht Berchtesgaden stand am Mitterkaser-Joch zur Unterstützung bereit.

Rund eine Stunde später kollabierte eine Bergsteigerin am Weg von der Wasseralm in Richtung Lange Gasse. Die Patientin wurde vom Pongauer Notarzthubschrauber »Martin 1« versorgt und ausgeflogen. fb