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Bergsteiger seit Samstag vermisst

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Vier Hundeführer sind an der Suchaktion am Hohen Göll beteiligt. Bisher gibt es keinen Erfolg, der junge Mann aus dem Landkreis Mühldorf am Inn gilt weiter als vermisst. (Foto : BRK BGL)

Berchtesgaden – Ein junger Bergsteiger aus dem Landkreis Mühldorf am Inn wird seit Samstagmittag im Bereich des Hohen Göll vermisst.


Meldung vom 14. Juni 2017:

Der 23-jährige Ampfinger wurde am 11. Juni 2017 tot am Hohen Göll aufgefunden (zum Bericht).

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Original-Bericht:

Derzeit suchen 25 Bergretter und zwei Hubschrauberbesatzungen nach dem Mann. Er war mit einem weiteren Bergsteiger unterwegs, vor dem Abstieg hatten sich die beiden getrennt. Einer kam nicht am vereinbarten Treffpunkt an.

Zwei junge Männer waren am Samstagvormittag in Richtung kleiner Göll aufgebrochen. Schon beim Aufstieg hatte der Bergsteiger, der nun als vermisst gilt, konditionelle Schwierigkeiten. Gegen frühen Nachmittag erreichten sie dann den Gipfel des kleinen Gölls, der sich rund 100 Höhenmeter unterhalb des großen Göllgipfels befindet. Nach einer kurzen Pause entschied sich einer der beiden Männer dazu, alleine in Richtung Tal abzusteigen. Nachdem sein Begleiter nicht am Treffpunkt erschienen war, setzte sein Freund einen Notruf bei der Polizei ab. Diese versuchte zunächst, das Handy des Vermissten zu orten, was nicht funktionierte, da es ausgeschaltet war.

Umgehend wurde die zuständige Bergwacht Berchtesgaden alarmiert, die zur Unterstützung einen Polizeihubschrauber sowie den Technikbus der Bergwacht Chiemgau anforderte. Aufgeteilt auf zwei Gruppen machten sich mehrere Bergwachtmänner zu Fuß auf den Weg in Richtung kleiner Göll. Gegen 22 Uhr traf der angeforderte Polizeihubschrauber „Edelweiß 1“ in Berchtesgaden ein. Dieser flog direkt zum Suchgebiet am Göll. Nach gut einer Stunde landete der Hubschrauber am Parkplatz Königssee und konnte nach Betankung mittels des Tankanhängers der Bergwacht Chiemgau und einer kurzen Lagebesprechung die Suche fortsetzen. Da sich das Wetter zunehmend verschlechterte, musste der Hubschrauber schon nach kurzer Zeit seinen Einsatz abbrechen und zurück nach München fliegen. Die Fußmannschaften stiegen kurz darauf ebenfalls ab. Am Sonntagmorgen setzten die Bergwachten aus Berchtesgaden und Ramsau, sowie die Lawinenhundestaffel der Bergwacht Chiemgau mit Unterstützung eines Bundeswehrhubschraubers ihre Suche fort. Ebenfalls an der Aktion waren vier Polizeibergführer eingebunden, die mit einem Bild des Vermissten die umliegenden Berghütten abfuhren. Es hätte sein können, dass der Mann mit Einbrechen der Dunkelheit Unterschlupf gesucht hatte. Des Weiteren wurde das Bild an die Bundespolizei weitergeleitet, damit diese auch an den Grenzen und Bahnhöfen nach dem Mann Ausschau halten konnte.

Aufgeteilt auf sechs Mannschaften wurde der gesamte Bereich um den Göll sowie das hohe Brett abgesucht. Die Unterstützung des Hubschraubers beschränkte sich lediglich auf eine Höhe von 1 300 Metern, da sich das Wetter weiter verschlechterte und der Nebel die Berge umhüllte. Am Einsatz beteiligt sind insgesamt 30 Bergretter, vier Hundeführer und vier Bergführer der Polizei. Derzeit suchen noch zwei Hubschrauberbesatzungen das Gebiet ab.

Die Suche nach dem Vermissten dauert an. Es wird nachberichtet.