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Bergwacht fliegt Wanderer am Tau aus – zwei Vermisstensuchen in der Nacht

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Foto: Leitner, BRK BGL

Berchtesgadener Land – Einen einsatzreichen Dienstag hatten die Bergwachten Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Ramsau. So mussten zwei Wanderer vom Hochstaufen und vom Unteren Hirschenlauf per Tau gerettet werden. Am Abend kam es dann noch zu zwei Vermisstenmeldungen.

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Los ging es mittags gegen 13.25 Uhr für die Bergwacht Bad Reichenhall am Normalweg über die Bartlmahd am Hochstaufen, wo ein gestürzter und intern erkrankter Wanderer am Gratweg unweit des Reichenhaller Hauses nicht mehr weitergehen konnte.

Die Besatzung des Kitzbüheler Notarzthubschrauber „Christophorus 4“, die gerade in Salzburg nach einem Patienten-Transport wieder einsatzklar war, setzte den Arzt im Schwebeflug an der Einsatzstelle ab und holte Retter und Patient dann mit dem Tau ab. Der Mann wurde anschließend zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen.

Zeitgleicher Hubschrauber-Einsatz am Königssee

Gegen 13.30 Uhr, also fast zeitgleich, ging ein Notruf vom Unteren Hirschenlauf östlich des Königssees ein, wo in rund 1380 Metern Höhe eine akut intern erkrankte Wanderin medizinische Hilfe brauchte. Die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ fanden den Einsatzort bei einem Suchflug und brachten dann Notarzt und Bergretter von der Priesbergalm am 50-Meter-Rettungstau zur Patientin. Zeitgleich fuhren drei weitere Bergretter per Fahrzeug an und trafen nur kurz später zu Fuß am Einsatzort ein. Die Urlauberin wurde liegend am Tau zur Priesbergalm transportiert und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen.

Frau verirrt sich abends im stockdunklen Wald

Am Abend kurz nach 22 Uhr wurde die Bergwacht Ramsau wegen einer Vermissten-Meldung alarmiert. Eine Frau kam nach einer Tour am Wachterlsteig auf der Ostseite der Reiter Alpe nicht wieder rechtzeitig zurück. Die Bergretter fuhren so weit wie möglich mit Einsatzfahrzeugen ins Suchgebiet, stiegen zu Fuß auf und konnten die abgängige Wanderin kurz nach 23 Uhr finden und wohlbehalten zu ihrem Mann ins Tal bringen.

Sie war unverletzt, konnte aber selbst nicht mehr weiter absteigen, da sie kein Licht dabei hatte. Die Bergwacht bittet aufgrund der wieder kürzer werdenden Tage für eventuelle Verzögerungen immer eine Not-Stirnlampe im Rucksack mitzunehmen, da es nach Sonnenuntergang gerade im Wald sehr rasch stockdunkel wird.

Weitere Vermisstensuche am späten Abend

Gegen 22.45 Uhr mussten die Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger zu einer großen Vermisstensuche nach einem abgängigen Wanderer am Waxriessteig im Forst St. Zeno ausrücken, der nicht ins Tal zurückgekehrt war und auch per Handy nicht mehr erreichbar war.

Während bereits ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera im Anflug war, suchten die Einsatzkräfte die Röthelbachforststraße per Fahrzeug und dann den Waxriessteig von der Unteren Schlegelalm talwärts ab. Gegen Mitternacht konnte dann Entwarnung gegeben werden, da eine Polizeistreife den unverletzten Mann auf der Bundesstraße fand. BRK BGL