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Bergwacht rettet Verletzten vom Schneibstein

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Aufwendig gestaltete sich bei Nebel und Wind die Bergung eines verletzten Bergsteigers vom Schneibstein. (Foto: BRK BGL)

Schönau am Königssee – Da aufgrund von Nebel und starkem Wind kein Hubschrauber mehr fliegen konnte, hat die Bergwacht Berchtesgaden am Montagmittag einen verletzten 28-jährigen Bergsteiger in einer aufwendigen Rettungsaktion vom Schneibstein per Trage zum Stahlhaus transportiert und dann ins Tal gefahren.


Der Mann aus dem Landkreis Altötting war mit einer Begleiterin auf dem Steig zwischen Stahlhaus und Schneibsteingipfel unterwegs, als er in 1 885 Metern Höhe plötzlich wegen einer vermutlich durch Fehlbelastung verursachten Knieverletzung nicht mehr weiter konnte. Die beiden hatten kein Handynetz, weshalb die Frau zum Stahlhaus abstieg, wo kurz nach 12 Uhr dann der Notruf abgesetzt wurde.

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Zehn Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden, darunter auch ein Bergwacht-Notarzt, fuhren per Geländewagen bis zum Stahlhaus, stiegen dann zu Fuß auf und versorgten den Verletzten, wobei das Wetter stetig schlechter wurde; der Wind wurde stärker und Regen setzte ein. Beim Abtransport über das gestufte und durch den Regen rutschige Gelände mussten die Bergretter die Gebirgstrage mit Seil versichern. Am Stahlhaus angekommen lagerten sie den Mann ins Bergwachtauto um und fuhren ihn dann ins Tal.

Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm den 28-Jährigen an der Bergrettungswache und lieferte ihn in die Kreisklinik Berchtesgaden ein. Der Einsatz dauerte bis 16 Uhr. Am Sonntag gegen 10.40 Uhr hatten die Bergwacht Ramsau und der Traunsteiner Rettungshubschrauber »Christoph 14« nach Kühroint ausrücken müssen, wo sich eine Frau die Hand gebrochen hatte. Sie wurde per Hubschrauber zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen. ml