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Bergwacht rettet vermissten und erschöpften Hund aus Steilhang in der Weißbachschlucht

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Foto: BRK/BGL

SCHNEIZLREUTH/Weißbach an der Alpenstraße – Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing haben am Freitagmittag einen seit zwei Tagen vermissten und erschöpften Hund aus einem Steilhang in der Weißbachschlucht gerettet. Urlauber hatten das Tier rund 20 Höhenmeter über dem Gebirgsbach im Absturzgelände entdeckt und den Besitzer verständigt, der bereits nach einer erfolglosen Suche mit der Feuerwehr Plakate mit seiner Telefonnummer aufgehängt hatte. Die Bergwacht Ramsau und „Christoph 14“ waren am Mittwoch und Freitag zur Rettung von erschöpften und akut intern erkrankten Bergsteigern am Watzmann im Einsatz.


 

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Der fünfjährige Rüde war bereits am Mittwoch beim Wandern auf der Nordseite des Ristfeuchthorns südlich oberhalb der Schlucht spurlos verschwunden. Rund zwei Tage später entdeckten Urlauber das erschöpfte Tier dann südöstlich des Mauthäusls knapp nach der Einmündung des Höllenbachs rund 20 Meter oberhalb des Bachs in einem absturzgefährlichen Hang. Der verständigte Besitzer alarmierte zunächst die Feuerwehr Weißbach, die aber nicht ohne zusätzliche Ausrüstung in den Steilhang einsteigen konnte. Die gegen 12.20 Uhr von der Leitstelle nachalarmierte Bergwacht übernahm den Einsatz. Die Retter querten seilgesichert den Bach und arbeiteten sich mit Seilgeländern und abseilend von oben zur Einsatzstelle vor. Ein Hundeführer sicherte das Tier in einem speziellen Fluggeschirr, bevor es am Seil aus dem Hang und per Gebirgstrage aus der Schlucht transportiert wurde. Das Tier komplett erschöpfte Tier wurde anschließend zur Reichenhaller Tierklinik gebracht. Acht Bergretter waren rund zweieinhalb Stunden lang im Einsatz, wobei der Einsatzleiter aufgrund des schönen Bergwetters für weitere mögliche Folge-Einsätze eine zweite Mannschaft in Bereitschaft hielt. Die Bergwachten im Berchtesgadener Land waren 2018 bereits sechsmal und damit auffällig häufig zur Suche und Rettung von vermissten und abgestürzten Hunden im Einsatz, wobei die Tiere in vier Fällen lebend gerettet wurden; ein bei einem Einsatz vermisster Suchhund tauchte nach einer Nacht am Hochstaufen am Morgen von selbst wieder auf; ein im April am Königsbach-Wasserfall abgestürzter Chihuaha konnten nach Tagen nur noch tot gefunden werden.

Bereits am Freitagvormittag waren die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ am 3. Watzmannkind im Einsatz, wo ein akut intern erkrankter 71-jähriger Berchtesgadener zusammengebrochen war und medizinische Hilfe brauchte. Die Einsatzkräfte bauten am obersten Landeplatz beim 7. Kind auf Rettungstau um und flogen den Patienten dann zusammen mit dem Notarzt zum Tallandeplatz, wo er weiter versorgt und dann zum Klinikum Traunstein geflogen wurde. Der Ramsauer Bergwachtmann stieg zu Fuß ins Tal ab. Die Bergwacht Ramsau musste den Hubschrauber am Schneewinkel-Landeplatz mit dem Kerosinanhänger wieder auftanken.

Am Donnerstag gegen 14 Uhr wurde die Bergwacht Marktschellenberg wegen einer Knöchelverletzung im Stöhrhaus am Untersberg alarmiert.  Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ konnte direkt an der Hütte landen, den Patienten versorgen und ins Tal fliegen.

Am Mittwoch gegen 18.10 Uhr wurde die Bergwacht Ramsau erneut wegen eines erschöpften Bergsteigers am Watzmann-Südspitz-Abstieg alarmiert. „Christoph 14“ aus Traunstein konnte den Patienten Höhe Goldbründl finden, aufnehmen und gegen 18.45 Uhr ins Tal nach Ramsau fliegen.

BRK/BGL