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Bergwachten bei acht Einsätzen wegen Verletzten und Vermissten gefordert

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Foto: FDL/Brekl

Berchtesgadener Land – Zu insgesamt acht Einsätzen rückten in den letzten drei Tagen die ehrenamtlichen Retter der Bergwachten Berchtesgaden, Ramsau und Marktschellenberg zu Notfällen und verletzten Wanderern aus.

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Am Donnerstag gegen 19.40 Uhr meldeten Bergsteiger am Funtensee einen Mann als vermisst, der nicht mehr zum Kärlingerhaus zurückgekehrt war. Der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden klärte die Situation in Zusammenarbeit mit der Polizei telefonisch ab, wobei der Vermisste dann nach einer verspäteten Bergtour wieder auftauchte.

Zuvor, gegen 17.45 Uhr, wurde die Bergwacht Ramsau zur Grieshütte gerufen, wo ein Bergsteiger mit Sprunggelenksverletzung nicht mehr selbst absteigen konnte. Die Ehrenamtlichen versorgten den Patienten und brachten ihn mit dem Rettungsfahrzeug ins Tal.

Am Morgen kurz nach 9.30 Uhr rückten die Bergwacht Ramsau und „Christoph 14“ nach Kühroint aus, wo ein bewusstloser intern erkrankter Mann notärztliche Hilfe brauchte. Die Einsatzkräfte versorgten den Patienten und flogen ihn dann zur Klinik.

Am Mittwochabend um 18.50 Uhr schlug ein Wanderer an der Priesbergalm Alarm, da seine Frau und die beiden Enkelkinder ohne Licht in die Dunkelheit geraten waren; er selbst war vorausgegangen, um Hilfe anzufordern. Die Bergwacht Berchtesgaden fand die vierköpfige Gruppe dann wieder vereint an der Alm und brachte sie mit dem Fahrzeug ins Tal.

Am Mittwoch kurz nach 16 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zur Kneifelspitze ausrücken, wo sich bei den Serpentinen auf dem Weg nach Maria Gern eine 17-jährige Urlauberin aus Mainfranken das Sprunggelenk verletzt hatte. Die Bergwacht Berchtesgaden brachte sie per Gebirgstrage ins Tal und übergab sie an eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes, die die junge Frau in die Kreisklinik Berchtesgaden einlieferte.

Am Mittwoch kurz nach 13.45 Uhr ging ein Notruf von der Südseite der Reiter Alpe ein, wo zwischen dem Eisberg und dem Edelweißlahner ein 70-jähriger Bergsteiger aus dem Landkreis Rosenheim rund 15 Meter auf dem feuchtglatten Untergrund abgerutscht war und sich nach erster Einschätzung leicht am Kopf verletzt hatte. „Christoph 14“ schaffte es, im schwierigen Gelände zu landen, wobei die Besatzung dann rund 300 Meter zu Fuß zum Patienten ging und ihn versorgte. Der Mann wurde dann zum Hubschrauber gebracht und zum Klinikum Traunstein geflogen.

Am Dienstagnachmittag gegen 16.20 Uhr wurde die Bergwacht Marktschellenberg wegen eines verstiegenen Mannes in der Almbachklamm alarmiert, den die Bergretter dann zusammen mit „Christoph 14“ suchten und per Tau ausflogen. Die Schellenberger Bergretter mussten den Heli mit dem Kerosinanhänger wieder auftanken.

Bereits am Dienstagnachmittag musste die Bergwacht Berchtesgaden ein intern erkrankte Frau vom Grünsteinhaus per Fahrzeug ins Tal bringen. red/BRK BGL