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Bergwachten gefordert: Drei gebrochene Sprunggelenke, zwei Suchen und zwei Erschöpfte

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Foto: BRK BGL
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27-Jähriger stürzt an der Blaueisscharte ab – 22-Jährige stürzt an der Südspitze ab – 46-Jährige bricht sich am Knieschnackler das Sprunggelenk – verstiegene 66-Jährige am Predigtstuhl – verstiegener 19-Jähriger am Roßfeld – erschöpftes Duo im Absturzgelände am Mittagsloch


Die Bergwachten im Berchtesgadener Land waren am Samstag bei insgesamt sechs zum Teil sehr aufwendigen Einsätzen nahezu pausenlos den ganzen Tag über gefordert: Drei Bergsteiger mit gebrochenen Sprunggelenken an der Blaueisscharte, an der Watzmann-Südspitze und am Untersberg-Knieschnackler, zwei Suchen nach Verstiegenen am Predigtstuhl und am Roßfeld und eine Rettung von Erschöpften am Untersberg-Mittagsloch forderten die Retter bei hochsommerlichen Temperaturen.

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Los ging der Einsatz-Marathon gegen 9.15 Uhr an der Blaueisscharte am Hochkalter: Ein 27-jähriger Bergsteiger aus dem Landkreis Fürtstenfeldbruck war mit einem gleichaltrigen Freund von der Blaueisspitze zum Hochkalter unterwegs, als er an der Randkluft wegen eines losen Felsblocks rund 25 Meter abstürzte und in der Kluft liegen blieb. Er zog sich neben einer schweren, schmerzhaften Sprunggelenksverletzung diverse Prellungen zu, war aber ansprechbar. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ fand die hochalpine Einsatzstelle in rund 2.400 Metern Höhe und brachte dann in mehreren Aufzügen am 25-Meter-Tau Bergretter zum Unfallort, unter anderem auch den Ramsauer Bergwacht-Notarzt. Die Bergwacht versorgte den 27-Jährigen und lagerte ihn in den Luftrettungssack um – danach flog ihn „Christoph 14“ am Rettungstau ins Tal, wo er vom Landrettungsdienst des Reichenhaller Roten Kreuzes weiter notärztlich versorgt und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall gefahren wurde.  

Eine dreiviertel Stunde später, als der Einsatz am Hochkalter gerate auf Hochtouren lief, ging ein weiterer Notruf wegen einer 22-Jährigen aus Sachsen-Anhalt ein, die an der Watzmann-Südspitze auf einem Schneefeld ausgerutscht und rund 50 Meter abgestürzt war. Die junge Frau war nach erster Einschätzung glimpflich mit einem verletzten Fuß und diversen Schürfwunden und Prellungen davongekommen. Der Notarzt von „Christoph 14“ und die Bergwacht Ramsau versorgten sie und flogen sie anschließend in einem Rettungssitz gesichert am Tau ins Tal. Mit dem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes gings von dort aus weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Bergwachten Ramsau und Traunstein tankten den Heli mit ihren Kerosin-Anhängern wieder auf. BRK/BGL