weather-image
28°
Verletzte auf der Mordau und am Jenner – Einsätze am Ettenberg und Blaueis

Bergwachten mehrmals gefordert

Berchtesgadener Land – Die Bergwachten im südlichen Landkreis waren am Wochenende aufgrund des frühsommerlichen Wetters mit besonders vielen Menschen in den Bergen mehrmals bei Einsätzen gefordert.


Am Samstagnachmittag musste die Bergwacht Ramsau wegen einer unverletzten Urlaubergruppe ausrücken, die auf dem Weg vom Wimbachschloss zur Hochalm in die falsche Rinne geraten und im Schnee stecken geblieben war. Einer der Wanderer war wegen fehlenden Handy-Empfangs abgestiegen und hatte dann einen Notruf abgesetzt; die beiden anderen warteten in ihrer misslichen Lage auf Hilfe. Die Bergwacht stieg zu den Leuten auf, sicherte sie, seilte sie ins Gehgelände ab und brachte sie dann ins Tal zurück.

Anzeige

Am Sonntagmittag musste die Bergwacht Ramsau auf die Forststraße zwischen Mordau-Alm und Grubenlache im südlichen Lattengebirge, wo ein Mann mit einer Kopfplatzwunde Hilfe brauchte, ausrücken. Die Bergwacht fuhr per Geländefahrzeug zur Einsatzstelle, versorgte den Mann und brachte ihn dann zum Taubensee-Parkplatz.

Gegen 15.45 Uhr meldete sich eine Frau per Notruf, die sich am Ettenberg südöstlich von Marktschellenberg im Wald verlaufen hatte. Die Suchmannschaft der zuständigen Bergwacht Marktschellenberg wurde aus der Luft durch die Besatzung eines Polizeihubschraubers unterstützt, wobei die Wanderin per Handy den Hubschrauber zu sich lotsen konnte und die Besatzung dann die genaue Position an die Bergwacht, welche die Frau schließlich sicher ins Tal zurückbrachte, übermittelte.

Gegen 15.50 Uhr ging ein weiterer Notruf für die Bergwacht Ramsau ein, da eine Frau vom Tal aus per Fernglas einen vermeintlich erschöpften Bergsteiger am Blaueis gesichtet hatte. Die zuständige Bergwacht Ramsau versuchte per Fernglas, den Bergsteiger zu entdecken, wobei niemand mehr zu sehen war. Der Polizeihubschrauber, der nach Marktschellenberg unterwegs war, machte zuvor noch einen Suchflug am Hochkalter, um ausschließen zu können, dass sie jemand in einer Notlage befindet.

Am Montag gegen 13.40 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zum Jenner ausrücken, wo auf der Forststraße zwischen Mitterkaser und Mittelstation im Bereich der Vogelhüttenalm eine 60-jährige Frau mit Kopfplatzwunde und Handverletzung Hilfe brauchte. Die Bergwacht fuhr per Geländefahrzeug zum Einsatzort, versorgte die Patientin und übergab sie am Parkplatz Hinterbrand an den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes, der den Transport zur Klinik übernahm.