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Bester Feldwebel kommt von den Reichenhaller Gebirgsjägern

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Stabsunteroffizier Coenen-Staß (links) erhält als Lehrgangsbester den Bestpreis durch Oberstleutnant a.D. Wacker (rechts). Foto: Ausbildungszentrum Infanterie

Hammelburg – Mit dem begehrten Bestpreis – nämlich als Lehrgangsbester – schloss Stabsunteroffizier Ingo Coenen-Staß von den Reichenhaller Gebirgsjägern seine fachliche Ausbildung zum Infanteriefeldwebel ab.


Am Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg schloss der Feldwebelanwärter Stabsunteroffizier Ingo Coenen-Staß vom Reichenhaller Einsatz- und Ausbildungszentrum Tragtierwesen 230, im Oktober seine fachliche Ausbildung zum Infanteriefeldwebel ab.

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Zweieinhalb Monate lang lernten die Teilnehmer des Lehrgangs „Militärfachlicher Teil Truppendienst Infanterie Teil A“ am Ausbildungszentrum Infanterie im fränkischen Hammelburg, was zum Führen einer Jägergruppe im Gefecht notwendig ist.

Am Ende des Lehrgangs warteten eine schriftliche und eine praktische Prüfung auf die zukünftigen Infanteriefeldwebel. Einer von ihnen war Stabsunteroffizier Ingo Coenen-Staß, ein Gebirgsjäger-Unteroffizier vom Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 aus Bad Reichenhall. Auch für ihn ging es darum, mit einer guten Leistung zu überzeugen und sowohl dem Prüfer als auch sich selbst zu beweisen, dass er das Zeug zu einem guten Infanteriegruppenführer hat.

Praktische Prüfung: Freikämpfen einer Scheune

Ein Soldat nach dem anderen absolviert die praktische Prüfung im bundeswehreigenen Übungsdorf „Bonnland“. Dann ist Stabsunteroffizier Coenen-Staß an der Reihe. Sein Auftrag: Die benachbarte Scheune anzugreifen und feindfrei zu kämpfen.

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Im Orts- und Häuserkampf zählt Geschwindigkeit. Foto: Ausbildungszentrum Infanterie

Es ist ein schwieriger Auftrag, da Scheunen mit ihren vielen Zwischenböden schwer unter Kontrolle zu bringen sind. Der Gebirgsjäger weist seine Gruppe ein. Ruhig und konzentriert verteilt er die Aufträge so, dass alle Soldaten wissen, was er als Gruppenführer von ihnen will. Die kleinen Trupps beziehen ihre Stellungen und der Angriff beginnt. Das Deckungsfeuer des Maschinengewehrs setzt ein, Nebel wird geworfen und die Drahtsperre vor der Scheune mit einem Sprengrohr geöffnet. Bis jetzt klappt alles reibungslos.

Nun greift der Feldwebelanwärter mit seinem Trupp die Scheune an. Schnell überqueren sie den Innenhof, stürmen durch die Einbruchstelle in die Scheune und nehmen unter Schussfeuer die unteren Räume ein. Der erste Teil der Scheune ist freigekämpft. Per Funk erfolgt eine Lagemeldung an den Zugführer. Dieser gibt den Auftrag, weiter anzugreifen. Innerhalb kürzester Zeit muss der Stabsunteroffizier sich in der dunklen Scheune einen Überblick verschaffen und festlegen, wie weiter gekämpft werden soll.

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Eine Drahtsperre wird mit einem Sprengrohr zur Öffnung vorbereitet. Foto: Ausbildungszentrum Infanterie

Angriff fortsetzen

Er gibt den Befehl für den weiteren Angriff. Die Fertigmeldung der Soldaten erfolgt. Auf ein Handzeichen wird die Tür aufgestoßen und der Trupp stürmt unter Gewehrfeuer den Raum: „Links klar!“, „Rechts klar!“, „Raum klar!“, ertönt es. Die darauf einsetzende Sekundenstille macht die innerliche Erleichterung des Gruppenführers und seines Trupps greifbar. Wieder einmal ist alles gut gegangen.

Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Stabsunteroffizier Coenen-Staß befiehlt den Angriff auf den nächsten Raum. Dieser Ablauf wiederholt sich, bis der letzte Raum eingenommen ist. Endlich kann der Stabsunteroffizier seinen Funkspruch an den Zugführer absetzen: „Auftrag ausgeführt, Scheune feindfrei, keine eigenen Verluste!“

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Unter den Augen des Prüfers dringen Soldaten in ein Fenster als Einbruchstelle ein. Foto: Ausbildungszentrum Infanterie

Coenen-Staß überzeugt während des Lehrgangs

Am Ende beginnt der Prüfer mit der Auswertung. Bis auf wenige Details, über die sich Stabsunteroffizier Coenen-Staß dennoch merklich ärgert, gibt es nur Positives auszuwerten. Die Leistung des Feldwebelanwärters ist auch heute die Beste von allen. Sie fügt sich in das Gesamtbild ein, dass die Ausbilder von Coenen-Staß über den gesamten Lehrgang hinweg gewonnen haben.

Am Ende wurde er als Lehrgangsbester ausgezeichnet. Oberstleutnant a.D. Andreas Wacker, der die Verleihung des Bestpreises durch den Bund der Deutschen Infanterie vornimmt, lobte und mahnte die angehenden Feldwebel in seiner Rede gleichermaßen. Die gezeigten Leistungen seien hervorragend, jedoch stehe der wichtigste Abschnitt ihrer Laufbahn noch vor ihnen. Fortan sei es Pflicht, die erworbene Bezeichnung „Gruppenführer“ auch mit Persönlichkeit, Autorität und vor allem mit Wissen zu füllen. Verantwortung sei und bleibe unteilbar.

Pressemitteilung der Gebirgsjägerbrigade 23

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