weather-image
27°

Bestes Betriebsergebnis seit Bestehen

3.4
3.4
Bildtext einblenden
Der Geschäftsführer der »Hochschwarzeck-Bergbahnen GmbH« Christian Riel (r.) dankte dem scheidenden Beirat Ewald Palzer für 15 Jahre sehr engagierte Arbeit und verlieh ihm eine Bahnrolle mit einem Gutschein. (Foto: Wechslinger)

Ramsau – Das beste Betriebsergebnis seit dem Bestehen der »Hochschwarzeck-Bergbahn-GmbH« im Jahr 2003 wurde von den Verantwortlichen bei der Generalversammlung im Gasthaus »Schwarzeck« nicht ohne Stolz verkündet.


Die Sesselbahn- und Liftbetriebe standen nämlich vor über 15 Jahren vor dem Aus, als sich mehrere engagierte Personen fanden und den Ski- und später den Rodelbetrieb am Hochschwarzeck gerettet haben. Der damalige Landtagsabgeordnete und heutige Landrat Georg Grabner hatte sich seinerzeit als Vermittler verdient gemacht.

Anzeige

Jedem der Kommanditisten war schon damals klar, dass das kleine, aber feine Familienskigebiet nicht mit den Skidestinationen in anderen Alpenländern konkurrieren kann. Trotzdem bildet es einen wichtigen Eckpfeiler im Berchtesgadener Tourismus und auch für die Einheimischen. Mit einer Einstellung des Skibetriebes hätte es nur Verlierer gegeben. Gerade im letzten Winter ohne den Skibetrieb am Jenner konstatierte Geschäftsführer Christian Riel einen regen Zuwachs an einheimischen Skifahrern. Nach einem Probelauf am Wochenende eröffnete auch der »Hirschkaser« am 1. Mai.

Beiratsvorsitzender Ewald Palzer, der nach 15 Jahren mit großem Engagement seine Tätigkeit beendet hat, begrüßte im Gasthaus »Schwarzeck« viele Gäste. Beirat Josef Beer trug zunächst das Zahlenwerk des Geschäftsjahres 2017 vor. Geschäftsführer Christian Riel referierte anschließend über das Geschehen rund um das Skigebiet und die Rodelbahn, die seit fünf Jahren ein wichtiger Eckpfeiler des Winterbetriebes ist.

Mit großer Freude sprach Riel vom bisher besten Geschäftsjahr der 15-jährigen Geschichte der Hochschwarzeck-Bergbahn-Gesellschaft. »Wir haben das bis dato beste Betriebsjahr um 100 Prozent übertroffen«, so Riel, der im Folgenden die Zahlen dazu vortrug. Dabei machte Riel deutlich, dass man auch im letzten Geschäftsjahr die Personalkosten gut im Griff hatte. Man habe darüber hinaus ein finanzielles Polster schaffen können. Schließlich habe die Sesselbahn im nächsten Jahr 50 Jahre auf dem Buckel. Riel fügte hinzu, dass man durch die fleißigen Mitarbeiter gut aufgestellt sei, einen großen Fundus an Ersatzteilen besitze und sich die Bahn nach wie vor in einem betriebssicheren Zustand befinde. Es folgte die Entlastung des Geschäftsführers und des Beirates durch die Versammelten.

Notar a.D. Hermann Amann trug Änderungen und Neufassungen im Gesellschaftervertrag vor, die von der Versammlung abgesegnet wurden. Dabei wurde auch der Beirat für die nächsten drei Jahre und zwei Ersatzbeiräte neu gewählt. Der Geschäftsführer der Gemeinde Ramsau Martin Willeitner dankte dem scheidenden Beiratsvorsitzenden Ewald Palzer für 15 Jahre wertvolle und engagierte Arbeit. »Ich habe dieses Amt gerne ausgeführt und mich selten geärgert. Nur beim Plan eine Rodelbahn zu bauen habe ich mich vertan und dies als Unsinn bezeichnet. Aber da habe ich mich gerne getäuscht«, so Palzer.

Der Geschäftsführerbericht von Riel war lebendig und mit Filmeinspielungen eindrucksvoll vorgetragen. Riel sprach dabei auch die freundschaftlichen und unterstützenden Verbindungen zu den Götschen-Skiliftbetrieben und zur Jennerbahn an. »Wir sind ja zum Götschen nur zwei Kilometer entfernt und auf keinen Fall Konkurrenten«, so Riel.

Abschließend sprach Christian Riel noch die Situation mit den Skitourengehern an. Alle Menschen hätten das Recht auf ein Naturerlebnis, aber ein großes Problem sei in diesem Zusammenhang das Parken. Man werde ein umfassendes Parkplatzsystem manifestieren, bei dem die Parker bezahlen müssten und ihren Obolus mit dem Kauf einer Liftkarte wieder zurückerstattet bekämen, führte der Geschäftsführer zu diesem Problem aus, das es nicht nur am Hochschwarzeck gebe. cw