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Besucherandrang beim Adventsmarkt

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Die Besucher waren mit der Premiere des Adventsmarkts zufrieden. (Foto: Pfeiffer)

Marktschellenberg – So viel Einigkeit gab es in Marktschellenberg schon lange nicht mehr: Mit der Umsetzung des neuen Adventsmarkts hat Hans-Peter Schertler voll ins Schwarze getroffen. Hunderte kamen am Wochenende und wollten sich den atmosphärischen Markt im Herzen des kleinen Örtchens genauer ansehen. »Stimmungsvoll und einfach wunderschön« sei der neue Markt, sagte eine Besucherin aus dem benachbarten Österreich.


Hans-Peter Schertler ist glücklich: »Ein bisschen stolz bin ich schon auf das, was wir geschaffen haben«, sagt der Marktschellenberger Unternehmer, der gemeinsam mit anderen Einwohnern diese Idee hatte. Schertler spricht nicht gerne über sich und das, was er auf die Beine gestellt hat. Vielmehr sei es das Team, das über Wochen und Monate zusammengearbeitet hat, 15 Leute haben in den letzten Tagen intensiv daran gearbeitet, den Vorplatz und den Hinterhof des ehemaligen Gasthauses »Untersberg« in einen vorweihnachtlichen Treffpunkt zu verwandeln, der keine Wünsche offen lassen soll. Schertler hatte sieben Hütten aus Altholz in Auftrag gegeben, die nicht nur zweckmäßig, sondern auch hübsch anzusehen sind. Am Eingang thront ein mächtiger, beleuchteter Weihnachtsbaum. Mehrere Wärmepilze sorgen für Verweilmöglichkeiten. Überall liegen und hängen Tannenbaumzweige und kleine, verpackte Geschenke.

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Hans-Peter Schertler hat für den Adventsmarkt mit viel Licht gearbeitet. Knapp 28 000 LEDs beleuchten den Markt, setzen beide Plätze in ein besonderes Licht, das für Stimmung sorgt. Schertlers Ziel: in der Weihnachtszeit für Leben im Örtchen zu sorgen. Unter dem Motto »Tradition verbindet« betrieben am Starttag die Schellenberger Bäuerinnen die Hütten. An den weiteren Tagen sind es die Ortsvereine, die Waren verkaufen, von der Bosnasemmel bis hin zum Glühwein aus der eigens kreierten Tasse samt Schellenberger Wahrzeichen – Untersberg, Kirche und Zollturm.

Mit dem exklusiv erhältlichen »Keltenfeuer« gibt es ein ganz besonderes Getränk, das viele Freunde finden soll. In den nächsten Jahren könnten neue Motive dazukommen, wenn der Adventsmarkt auf gute Resonanz stößt. Von der Bergwacht über den Frauenbund bis hin zum Bayerischen Roten Kreuz sind alle Vereine dabei, die im Ort wichtig sind. An einem eigenen Stand findet sich ein traditioneller Handwerker, der seine Fertigkeiten und seine Waren präsentiert.

Betrachtet man nur den Starttag, könne man mit den Besucherzahlen zufrieden sein, sagt Hans-Peter Schertler mit einem Lächeln im Gesicht. Nach dem Gottesdienst am Samstagabend strömten viele Marktschellenberger auf den Adventsmarkt. Aber auch Gäste aus Berchtesgaden und dem nahen Salzburg waren dabei. Lange Schlangen bildeten sich an den Essens- und Getränkeständen.

»Marktschellenberg ist so eine schöne Gemeinde«, sagt Hans-Peter Schertler. Anders als auf anderen Adventsmärkten gibt es in Marktschellenberg auch Sitzmöglichkeiten. In Rot gehalten, kann man es sich unter Infrarotstrahlern gemütlich machen. Schaffelle sorgen dafür, dass man bleiben mag. Weihnachtlicher Duft liegt in der Luft. Im hinteren Bereich gibt es einen abgetrennten Bereich mit Sitzmöglichkeiten. Dort wird ein Geschichtenerzähler an den weiteren Öffnungstagen Geschichten vortragen und vor allem die kleinen Adventsmarktbesucher glücklich stimmen. Ob Adventskränze, selbst gebastelte Kerzen oder besondere Schmankerl: »Unser Ziel ist es, alle zufrieden zu stimmen«, sagt Organisator Schertler, der die Bevölkerung und die Gemeinde auf seiner Seite hat, ohne die eine Durchführung nicht möglich wäre.

Auch, wenn der Unternehmer das nicht sagt: Viel Geld wurde investiert. »Es wäre schön, wenn es den Adventsmarkt auch im kommenden Jahr geben wird«, sagt er. Im besten Fall möchte er dann an allen Adventswochenenden geöffnet haben, je nach Nachfrage. Ideen für eine Fortsetzung hat Schertler viele. So könnte etwa ein Shuttle-Service in Form einer Kutsche den benachbarten St. Leonharder Adventsmarkt in Österreich mit dem in Marktschellenberg verbinden.

Am Samstag, 16., und Sonntag, 17. Dezember, wird der Adventsmarkt ab 15 Uhr wieder seine Pforten öffnen. Kilian Pfeiffer

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