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»BGL kommt zusammen«

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Die neu gegründete Unterstützergruppe für Flüchtlinge ist seit vergangenem Freitag auf Facebook zu erreichen. (Screenshot: Weber)

Berchtesgaden – Die Schülervertreter des Talkessels zeigen soziales Engagement: Die Hilfe für Flüchtlinge in der Region und die Annäherung zwischen einheimischen Jugendlichen und jungen Flüchtlingen waren zentrale Themen der 3. Sitzung des Jugendsenates. Das Treffen des Gremiums fand am 12. November in der Mittelschule Berchtesgaden statt.


Die Jugendreferenten der Talkesselgemeinden gründeten den Jugendsenat vergangenes Jahr. Er gibt den Schülervertretern der ansässigen weiterführenden Schulen eine Plattform, um ihre Ideen, Anregungen und Beschwerden in direktem Kontakt mit den Jugendreferenten und Vertretern der Gemeinden zu äußern.

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Das Hauptgesprächsthema des dritten Treffens kristallisierte sich schon bald heraus: Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde standen Themen rund um die Flüchtlinge in der Region. Darüber sprachen, unter anderem, die Schülersprecher der Mittelschule Berchtesgaden, der CJD Realschule, des CJD Gymnasiums und des Gymnasiums Berchtesgaden. Zu dem war auch ein junger Flüchtling aus Afghanistan, der in dem Altenheim St. Felicitas wohnt, und seine Betreuerin Dorothee Horsch bei der Sitzung dabei. Während des Treffens diskutierten die Anwesenden zum einen die Unterstützung der Flüchtlinge mit dringend benötigten Gegenständen. Zum anderen wurde die Kontaktaufnahme zwischen einheimischen Jugendlichen und jungen Flüchtlingen angesprochen.

»BGL kommt zusammen«

Eine Idee des Jugendsenates, die beide Themen vereint, ist die Gründung einer Facebookgruppe zur Unterstützung der Flüchtlinge. Die Gruppe soll es ihnen erleichtern, an benötigte Sachen zu gelangen. Die Mitglieder können durch Aufrufe in Facebook erfahren, was in den Flüchtlingsunterkünften gebraucht wird. Falls sie die gesuchten Dinge übrig haben, können sie mit diesen direkt aushelfen. Ein weiterer Zweck der Gruppe ist es, eine Plattform für die Organisation von gemeinsame Freizeitaktivitäten zwischen einheimischen und geflüchteten Jugendlichen zu bieten. Der Jugendsenat entschied sich nach einer Debatte über mögliche Namen der Facebookgruppe für den Titel: »BGL kommt zusammen«. Das Gremium beabsichtigt den Namen auch noch in verschiedene Sprachen, beispielsweise ins Afghanische und Syrische, zu übersetzen. Um über die Existenz der Unterstützergruppe zu informieren, plant der Jugendsenat verschiedensprachige Aushänge in den Schulen und Flüchtlingsunterkünften aufzuhängen. »BGL kommt zusammen« ist seit Kurzem online und hat inzwischen 756 Mitglieder.

Die Mitglieder des Jugendsenats möchten die Annäherung zwischen den einheimischen und den migrantischen Jugendlichen auch noch anderweitig fördern. Die Schüler vereinbarten dazu für die nächsten offenen Jugendtreffen im Werk 34 zu werben. Des Weiteren plant das Gremium eine gemeinsame Aktion im Rahmen der Weihnachtsaktion des Mehrgenerationenhauses, dem »Lebendigen Adventskalender«. Diese findet voraussichtlich am 2. Dezember statt. Das Ziel der Aktion ist es Flüchtlinge und Einheimische einander näherzu- bringen.

Ein weiteres Thema der Gesprächsrunde war der Skaterplatz. Die Schülervertreter bekamen von den Jugendreferenten den Auftrag, in ihren Schulen nachzufragen, ob überhaupt noch Interesse an einem solchen Projekt besteht. Auch diskutierten die Anwesenden die gleichbleibenden Probleme der Schüler aus der Oberau in Bezug auf ihre Busfahrkarten.

Zusammenarbeit zwischen den Schülersprechern

Thomas Weber, der 1. Bürgermeister von Bischofswiesen, sieht das Besondere des Jugendsenates zum einen in der Möglichkeit »die ungefilterten Meinungen der Jugendliche« zu hören. Zum anderen begeistert ihn die Tatsache, dass Schüler aus den unterschiedlichen weiterführenden Schulen miteinander arbeiten. Um diese Zusammenarbeit weiter zu fördern, richteten die Schülervertreter im Laufe des Treffens eine gemeinsame »WhatsApp« Gruppe ein. Dadurch wollen sie gemeinsame Aktionen besser organisierrn. Jasmin Weber