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Bischofswieser Arbeiter demonstrieren in Traunstein

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Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst machen Druck: Rund 50 Arbeiter der umliegenden Straßenmeistereien traten am Donnerstag in einen mehrstündigen Warnstreik. Foto: Anzeiger/Wittenzellner
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Auch vier Mitarbeiter der Straßenmeisterei Bischofswiesen machten sich in Traunstein für ein besseres Einkommen stark. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Traunstein - Ihren Forderungen nach einer deutlichen Einkommenserhöhung im Gesamtvolumen von 6,5 Prozent machten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes am Donnerstagmorgen Luft und traten am Standort der Straßenmeisterei Traunstein in Traunsdorf in der Chiemseestraße in einen Warnstreik. Aufgerufen dazu hatten die Gewerkschaft ver.di und die VDStra. (Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten). An dem Streik beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Beschäftigte der Straßenmeistereien Traunstein, Freilassing und Bischofswiesen sowie der Autobahnmeisterei Siegsdorf. In Rosenheim fanden ähnliche Aktionen statt.


Robert Metzger, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der Gewerkschaft ver.di, freute sich ebenso wie der Freilassinger Vertrauensmann der Straßenmeisterei, Ludwig Patz, dass sich gut ein Drittel der Beschäftigten dem Aufruf angeschlossen hatten. Man habe hier vor allem die Kollegen des Winterschichtdienstes aufgerufen, sich an dem Warnstreik zu beteiligen. »Freilassing ist bis auf zwei Mitarbeiter und zwei Auszubildende komplett da«, sagte Patz. Die Verkehrssicherheit sei aber nirgends gefährdet, betonten die Verantwortlichen des Warnstreiks.

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Metzger betonte in seiner kurzen Rede, dass die beschlossene Forderung für die Länderbeschäftigten klar sei: Man habe das Ziel, mit den Löhnen und Gehältern der Arbeitnehmer der Länder Anschluss an die von Bund und Kommunen zu halten. »Länderbeschäftigte dürfen keine Schlechterstellung erfahren«, sagte der stellvertretende Bezirksvorsitzende. Man wolle nun Druck aufbauen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen, betonte er, das fehlende konkrete Angebot der Arbeitgeber auch nach der zweiten Verhandlungsrunde vor einer knappen Woche massiv kritisierend. Man werde zu weiteren Warnstreiks aufrufen, darunter weiter unter anderem bei Autobahn- und Straßenmeistereien, Universitätskliniken, Finanzämtern und Wasserwirtschaftsämtern. Gleichwohl wisse man, dass die Forderung von 6,5 Prozent wohl nicht durchsetzbar sein werde. Es gehe neben dieser Forderung aber auch um eine Erhöhung des Einkommens für Auszubildende und eine verbindliche Übernahmeregelung für die jungen Beschäftigten sowie weitere Verbesserungen für die Beschäftigten, darunter auch eine Begrenzung des Anteils von befristeten Arbeitsverträgen, der beim Freistaat Bayern bei rund 32 Prozent läge.

Metzger betonte, dass der Warnstreik ein deutliches Zeichen in Richtung der Arbeitgeberseite setzen solle. Gleichzeitig wolle man mit solchen Aktionen die Streikbereitschaft der Beschäftigten prüfen. Ist doch vor der nächsten Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft und der Arbeitgeberseite am 7. und 8. März eine Großkundgebung in München geplant. Andreas Wittenzellner

Weitere Fotos zum Warnstreik in Traunstein finden sich unter www. berchtesgadener-anzeiger.de.