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Bisher hat es doch auch immer geklappt

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Foto: dpa/Matthias Balk

Anger – Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. Mit zwei in Frankreich gekauften Autos wollte eine sechsköpfige Gruppe Rumänen über deutsche Autobahnen in ihre Heimat reisen.


Allerdings war die Fahrt aus zwei Gründen zum Scheitern verurteilt: Einer der beiden Fahrer hatte keinen Führerschein und beide Fahrzeuge waren abgemeldet und hatten weder eine Zulassung noch eine Versicherung.

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Am Sonntagnachmittag stoppte eine Streife der PI Fahndung Traunstein zwei hintereinander fahrende französische Wägen – einen Renault Scenic und ein Rover – auf Höhe der Ausfahrt Anger-Süd. Der der 27-jährige Fahrer des Renaults konnte keinen Führerschein vorlegen. Angeblich sei sein rumänischer Führerschein bei einer Polizeikontrolle in München verloren gegangen sei. Es stellte sich schnell heraus, dass der Mann noch nie im Besitz einer Fahrerlaubnis gewesen ist. Das bestätigte das rumänische Polizeikooperationszentrum. Zudem mussten die Fahnder feststellen, dass beide Fahrzeuge in Frankreich von den ehemaligen Besitzern verkauft und anschließend abgemeldet wurden.

Bei der polizeilichen Befragung zeigten sich die Fahrzeugexporteure uneinsichtig, da sie in der Vergangenheit mit dieser Art von Fahrzeugüberführung noch nie Probleme gehabt hätten. Dass sich die vermeintliche Kostenersparnis nicht rechnen wird, stellten die Fahnder unmissverständlich klar. Im Falle einer Verurteilung drohen den Rumänen Geldstrafen. Alle beteiligten Fahrer und verantwortliche Fahrzeughalter wurden wegen diverser Verkehrsdelikte angezeigt.

Um mit den Autos überhaupt in ihre Heimat fahren zu können, mussten die Männer ihr spärliches Bargeld zusammenkratzen, um sich am Montagmorgen neue Zulassungen beim Landratsamt zu besorgen.