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Border Collie stürzt in Schneeloch

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Mit einem SAR-Bundeswehr-Hubschrauber wurde ein Hund am Sonntag vom Schneibstein gerettet. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Die Bergwacht Berchtesgaden hat am Sonntag einen abgestürzten Border Collie unverletzt gerettet. Der Hund war am Weg vom Schneibstein zum Windschartenkopf über ein Schneefeld rund fünf Meter tief in eine Randkluft gefallen und nicht mehr herausgekommen.


Bergsteiger aus dem Salzburger Raum hörten den Hund winseln, konnten ihm aber nicht helfen. Das Frauchen hatte sich bei einem Rettungsversuch beinahe selbst verletzt. In ihrer hoffnungslosen Lage setzten sie gegen 11.15 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, wobei der alarmierte Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden einen Hubschrauber anforderte, der die Dienstmannschaft zu Einsatzstelle bringen sollte. Es war unklar, ob das Tier verletzt ist und leiden muss.

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»Christoph 14« aus Traunstein und die Polizeihubschrauber waren für die Tierrettung nicht verfügbar, weshalb die Mannschaft zunächst per Geländewagen zum Stahlhaus fuhr und dann zu Fuß von dort aus rund eineinhalb Stunden zur Einsatzstelle ging.

Ein Bergretter seilte sich in das Loch hinab und musste den engen Zugang mit einer Lawinenschaufel freigraben. Der Hund saß verängstigt unterhalb einer Felswand, wurde in einem Spezialgeschirr gesichert und nach oben gezogen. Die Besatzung des nachgeforderten SAR-Hubschraubers der Bundeswehr aus Landsberg konnte am Berg landen und brachte das Tier und die beiden Besitzer ins Tal und die Bergwacht zu ihren Fahrzeugen am Stahlhaus zurück.

Im Tal wurde der Hubschrauber mit dem Kerosinanhänger der Bergwacht für den Rückflug nachgetankt. Insgesamt waren vier Bergretter rund vier Stunden lang gefordert. fb