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Sechs Personen verletzt – 200 Kräfte im Einsatz

Brand im Angerer Heimatmuseum

Anger – Bei einem Brand im Gebäude des Angerer Heimatmuseums wurden am späten Freitagabend sechs Personen verletzt. Rund 200 Helfer von Feuerwehr, Rotem kreuz und Technischem Hilfswerk waren im Einsatz. Der Schaden wird auf mindestens 100 000 Euro geschätzt.

Sechs Personen wurden bei diesem Wohnhausbrand in Anger verletzt. Es entstand ein Schaden von mindestens 100 000 Euro. (Foto: BRK BGL)

Gegen 21.15 Uhr wurde über Notruf mitgeteilt, dass in einem Mehrfamilienhaus an der Dorfstraße ein Brand ausgebrochen war. Die Integrierte Leitstelle alarmierte zunächst die Feuerwehren aus Anger und Aufham sowie das Rote Kreuz. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass eine Wohnung im Dachgeschoss lichterloh brannte und das Feuer bereits auf den Dachstuhl überzugreifen drohte. Mehrere Bewohner waren bereits ins Freie geflüchtet.

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Es wurde Großalarm für die umliegenden Feuerwehren aus Teisendorf, Ainring, Piding, Bad Reichenhall und Freilassing ausgelöst. Der Einsatzleiter des Roten Kreuzes ließ die Schnelleinsatzgruppe »Transport Nord« sowie die Unterstützungsgruppe »Einsatzleitung« nachalarmieren. Ein Fachberater des Technischen Hilfswerks wurde ebenfalls an die Einsatzstelle geschickt. Den über 200 Einsatzkräften gelang es schnell, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Gegen 22.30 Uhr war das Feuer gelöscht.

Das Rote Kreuz versorgte insgesamt fünf Bewohner sowie einen Feuerwehrmann, die sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen hatten. Während zwei Personen nach kurzer notärztlicher Versorgung wieder entlassen und bei Bekannten untergebracht werden konnten, mussten vier Verletzte in die Kreiskliniken Bad Reichenhall, Traunstein und Freilassing gebracht werden.

Die weiteren Löscharbeiten konnten nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Um gegebenenfalls Glutnester bekämpfen zu können, mussten die Atemschutzträger das Mobiliar ausräumen. Unterstützt wurde die Feuerwehr vom Technischen Hilfswerk. Aufgrund der aufwendigen Nachlöscharbeiten übernahm das Rote Kreuz mit dem Betreuungsdienst die Versorgung der Einsatzkräfte mit heißem Tee und Brotzeit in einem beheizten Zelt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wurde dies von den Einsatzkräften gerne angenommen.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei Traunstein aufgenommen. Der Schaden, der durch den Brand und das Löschwasser verursachte wurde, beträgt mindestens 100 000 Euro. Die Exponate des Heimatmuseums wurden nicht beschädigt. cfs