weather-image
14°

Bürgermeister Hannes Rasp als 10 000. Mitglied geehrt

1.8
1.8
Bildtext einblenden
Bürgermeister Hannes Rasp freute sich, das 10 000. Mitglied zu sein.
Bildtext einblenden
Reiner Haberl ist ab sofort der Jugendreferent in der Sektion Berchtesgaden.
Bildtext einblenden
Der Singkreis stimmte auf die Jahresversammlung der Sektion ein – mit einem selbst gereimten Lied. (Fotos: Pfeiffer)

Schönau am Königssee – Bei der diesjährigen Jahresversammlung im Gasthaus »Unterstein« hat die Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins das 10 000. Mitglied geehrt. Vorsitzender Beppo Maltan zeichnete Schönau am Königssees Bürgermeister Hannes Rasp »stellvertretend für alle Neumitglieder« aus und gab einen Rückblick auf das vergangenen Vereinsjahr. Zahlreiche Vereinsmitglieder wurden für ihre lange Zugehörigkeit ausgezeichnet.


Unter den vielen Ehrengästen war auch wieder Peter Renoth, stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden, der sich nach Jahrzehnten »guter Zusammenarbeit« verabschiedete, weil er ab Juni in den Ruhestand geht. Gekommen ist auch Roland Baier, Leiter des Nationalparks Berchtesgaden. Baier sagte, dass man auch künftig die Nähe zum Alpenverein suchen werde, da es viele Verbindungspunkte gebe, die eine Zusammenarbeit erforderten. Das betreffe nicht nur das Bergsteigerdorf Ramsau, sondern vor allem auch die Wegekonzepte und die Beschilderungen im Nationalpark. Gleichzeitig kündigte Baier an, dass sich die Sektion Berchtesgaden bei den Feierlichkeiten des Nationalparks, dessen Gründung 40 Jahre zurückliegt, beteiligen und im Laufe des Jahres an so mancher Veranstaltung mitwirken werde, wie etwa beim Triftfest am 9. September.

Anzeige

Stellplätze für das Stöhrhaus?

Sektionsvorsitzender Maltan ging in seinem Geschäftsbericht auf so manche Begebenheit des vergangenen Jahres ein, etwa jene, als das Landratsamt einen Stellplatznachweis für das Stöhrhaus am Untersberg forderte. »Was soll man dazu sagen?«, fragte Maltan. »Dass man am Störhaus nicht parken kann, sollte bekannt sein.«

Eine große Ehre wurde Bürgermeister Hannes Rasp von Schönau am Königssee zuteil, als dieser offiziell zum 10 000. Mitglied der Sektion Berchtesgaden ernannt wurde. »Wir haben uns überlegt, wie wir das mit der Auswahl machen«, sagte Maltan. Denn tatsächlich sei es schwierig, bei so vielen Mitgliedern genau das Zehntausendste zu bestimmen. Also habe man sich für den Bürgermeister entschieden, der bislang noch kein Mitglied war »und uns hoffentlich lange erhalten bleibt«. Damit spielte er auf Alt-Bürgermeister Stefan Kurz an, der vor vielen Jahren ebenfalls Mitglied der Sektion geworden war, nach zwei Jahren aber wegen Meinungsverschiedenheiten beim Jenner wieder ausgetreten war.

Beppo Maltan sagte, dass die Aufgaben des Vereins von Jahr zu Jahr mehr würden, »wenn ich den Job irgendwann mal nicht mehr mache, muss man sich überlegen, ob man nicht einen hauptamtlichen Geschäftsführer einstellt.« Die Sektion Berchtesgaden kümmert sich derzeit um acht Berghütten, ebenso um zwei Kletterhallen. Maltan kündigte an, dass Bernadette Thielen aus der Vorstandschaft als Zeitmangel ausscheiden werde. Die ehemalige Jugendreferentin Gabi Moderegger-Schieder wird Thielens Aufgaben übernehmen.

Reiner Haberl neuer Jugendreferent

Gleichzeitig gab Maltan bekannt, dass Reiner Haberl ab sofort neuer Jugendreferent der Sektion ist. Haberl sagte, dass in den Jugendgruppen derzeit rund 250 Kinder zu betreuen seien, »wir sind stark gewachsen. 15 Klettergruppen existieren, ebenso gibt es eine Warteliste für Interessierte«. Haberl ist es ein Anliegen, »die Kinder gut an das Klettern hinzuführen, sie sollen in der Halle das Kraxeln lernen, aber auch in die freie Natur rauskommen«, sagte er. Gabi Moderegger-Schieder freut sich auf die Zusammenarbeit mit Haberl, da die beiden gemeinsam künftig auch Wettkämpfe ausrichten werden. Hinsichtlich des Leistungssports zeigte sich Moderegger-Schieder zuversichtlich. »Das alles hat sich brutal entwickelt«, sagte sie. Drei Vorkadergruppen gibt es derzeit, allerdings werde jedem selbst überlassen, ob man an Wettkämpfen teilnehmen wolle. Und auch in Sachen Skibergsteigen könne die Sektion großer Erfolge vorweisen: »50 Prozent der deutschen Nationalmannschaft setzt sich aus Berchtesgadenern zusammen.« Mit dabei sind unter anderen Anton Palzer, Stefan Knopf sowie Josef Huber. Überhaupt sei Berchtesgaden der einzige Leistungsstützpunkt für Skibergsteiger. In der Saison 2018/19 werde man das Konzept und das Training bergsteigerisch anpassen.

Den Nachwuchs vernetzen

Gabi Moderegger-Schieder freute sich über die große Resonanz bei der Watzmann-Gams, aber auch über die Tatsache, dass zum ersten Mal Sprint-Rennen, wie etwa das Jennerstier-Sprintrennen am Obersalzberg, stattgefunden haben. Ob Berchtesgadener Bouldercup, 24-Stunden-Spendenklettern oder der Bezirksentscheid der Schulen: die Resonanz auf alle Wettbewerbe sei fantastisch gewesen. Gabi Moderegger-Schieder kündigte in ihrem Vorausblick einen TRI-Alpinkader für die Skibergsteiger an: »Der Nachwuchs soll in Zukunft besser mit den anderen Jugendlichen in der Sektion vernetzt werden.« Deshalb werde man noch dieses Jahr eine spartenübergreifende Trainingsgruppe anbieten, in der die Jugendlichen leistungsorientiertes Training in den Bergsportarten Klettern, Bergsteigen und Skibergsteigen bekommen.

Christl Zembsch berichtete über das letztjährige Tourenprogramm, ebenfalls wurde Ralf Homann vorgestellt, der als Fachübungsleiter Mountainbike künftig das Techniktraining übernehmen wird und einen mehrtägigen Ausflug in die Dolomiten plant.

Zahlreiche Mitglieder wurden für ihre lange Zugehörigkeit zur Sektion Berchtesgaden geehrt (siehe Kasten), darunter mehrere Mitglieder für 50, 60, 70 und 80 Jahre Vereinszugehörigkeit. Musikalisch untermalt wurde die Versammlung vom Singkreis der Sektion. Kilian Pfeiffer