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Bürgermeister verspricht neue Unterkunft

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Zahlreiche Ehrungen gab es in der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Königssee. Fotos: Anzeiger/Wechslinger
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Mit Stolz blicken Ehrenkommandant Stefan Lochner (l.) und Hans Wein auf 40 Jahre ehrenamtlichen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Königssee zurück.

Schönau am Königssee - Die Freiwillige Feuerwehr Königssee braucht sich um ihren Fortbestand keine Sorgen zu machen. Bürgermeister Stefan Kurz versicherte der Wehr in der Jahreshauptversammlung im Gasthof »Bergheimat«, dass man sich derzeit nach einer neuen Unterkunft für die Feuerwehr umschaue. Der Rathauschef geht nämlich nicht davon aus, dass man im bisherigen Realschulgebäude bleiben könne, nachdem das CJD in nicht allzu ferner Zeit mit der Schule in den Schneewinkl umziehen wird. Aus den verschiedenen Rechenschaftsberichten ging deutlich hervor, dass die Freiwillige Feuerwehr Königssee auf gesunden Beinen steht und die Harmonie unter den Feuerwehrleuten gegeben ist.


Bürgermeister Stefan Kurz lobte die Feuerwehr Königssee für deren Engagement bei 28 Einsätzen sowie vielen Aus- und Weiterbildungen zum Wohle der Bürger. Im Hinblick auf ein neues Feuerwehrhaus versprach das Gemeindeoberhaupt, für ein geeignetes Domizil zu sorgen, denn die Königsseer Feuerwehr müsse unbedingt erhalten bleiben. »Wir finden für euch einen geeigneten Platz«, versprach Kurz.

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Kommandant Stefan Punz gratulierte der neuen Kommandantur der Berchtesgadener und Schönauer Feuerwehr und hofft auf gute Zusammenarbeit. Punz ließ die verschiedenen Einsätze Revue passieren und sprach auch die vielfältigen Übungen und Weiterbildungen an. Wenn man sich die gute Jugendausbildung ansehe, dann müsse man keine Angst um den Fortbestand der Königsseer Feuerwehr haben, so Punz, der die Jugend als das Herzstück der Feuerwehr bezeichnete. Als neue Jugendwarte konnten Andreas Kurz und Michael Hofreiter gewonnen werden, nachdem Florian Hallinger und Michael Schaumann nicht mehr zur Verfügung standen.

Insgesamt leisteten die Königsseer Feuerwehrleute 6 057,5 Stunden an Einsätzen, Übungen und Weiterbildungen. Kritische Worte fand der Kommandant für einen aus Witterungsgründen ausgefallenen Lehrgang zum Truppmann/Truppführer an der Feuerwehrschule Geretsried. »So kann es beim besten Willen nicht weitergehen. Wir opfern unsere Freizeit und die da oben machen, was sie wollen.« Den bald aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Kreisbrandrat Rudi Zeif, Kreisbrandinspektor Stefan Pfnür und Kreisbrandmeister Erich Güll dankte Punz besonders.

Die neue Notrufnummer »112« scheint immer noch nicht bei allen Leuten angekommen zu sein. Aus diesem Grund wünschte sich der Kommandant, dass diese wichtige Nummer öfter veröffentlicht werde.

Der Bürgermeister bedauerte das Dienstende der drei genannten Führungskräfte. Gleichzeitig sprach Stefan Kurz den verdienten Feuerwehrführungskräften Zeif, Pfnür und Güll Dank aus.

Kreisbrandrat Rudi Zeif gratulierte bei seinem letzten offiziellen Besuch der Königsseer Wehr für deren perfekte Arbeit. Gleichzeitig bedauerte Zeif, dass an den Feuerwehrschulen zu wenige Lehrkräfte seien. Mehrere Feuerwehrleute wurden befördert, weitere für langjährige Mitgliedschaft geehrt (siehe Kasten).

Vereinsvorstand Franz Graßl bat zunächst zum stillen Gedenken an die verstorbenen Peter Lochner, Josef Koll, Georg Eder sowie die Altmesnerin Finni Pfnür. Das letzte Jahr sei vom Gemeindefest und der Standartenweihe geprägt gewesen, erinnerte Graßl. Als weitere Höhepunkte bezeichnete Graßl eine Bergmesse am Fagstein, einen Ausflug nach Würzburg sowie den 24-Stundentag der Jugendfeuerwehr. Nicht mehr aus dem gesellschaftlichen Leben wegzudenken seien der Trommlerzug und die Musikkapelle, die viele öffentliche Veranstaltungen bereicherten. Einen Dank für den unermüdlichen Einsatz richtete Graßl an Tambourmajor Edi Breu und Kapellmeister Robert Stelzer.

Schriftführer Christian Steinbacher erinnerte in seinem Bericht an die vielen Aktivitäten im Vereinsleben: »Egal ob alt oder jung, bei der Freiwilligen Feuerwehr Königssee ist jeder gut aufgehoben«, stellte der Schriftführer fest. Über geordnete Finanzen berichtete Kassier Eberhard Breu. Kassenprüfer Anderl Renoth lobte, auch im Namen seines Kollegen Anderl Rott, die gewissenhafte Arbeit Breus. Christian Wechslinger