weather-image

Dachstuhlbrand in Reichenhaller Altstadt

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Schwieriger Einsatz in der Bad Reichenhaller Altstadt. Bei einem Dachstuhlbrand entstand ein Schaden von 200 000 Euro. (Foto: BRK BGL)

Bad Reichenhall – Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei mussten Donnerstag gegen 21.10 Uhr in die Tiroler Straße ausrücken, wo im Innenhof mehrerer direkt aneinander angrenzender Altbauten die Rückseite eines Gebäudes in Vollbrand stand und das Feuer bereits vom Balkon auf den Dachstuhl übergriff. Die Bewohner des Hauses konnten alle rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden; ersten Erkenntnissen zufolge wurde niemand ernsthaft verletzt. Eine 47-Jährige erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde von der BRK-Bereitschaft in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht; ein weiterer Bewohner, der Rauchgas eingeatmet hatte, musste ambulant behandelt werden. Die Ursache war zunächst unklar; ersten Schätzungen zufolge entstand rund 200 000 Euro Sachschaden.


Die Leitstelle Traunstein schickte aufgrund der ersten Lagemeldung von Polizei und Rotem Kreuz sofort zusätzliche Feuerwehren los, wobei mehrere Atemschutztrupps von den Nachbargebäuden aus und über Leitern mit dem Löschangriff begannen und verhindern konnten, dass sich der Brand auf die Nachbarhäuser ausbreitet, die direkt an das Gebäude angebaut sind. Der Einsatz gestaltete sich sehr schwierig, da in den engen Innenhof keine Drehleiter anfahren konnte und die Brandbekämpfung beispielsweise von einem Fenster im Nachbarhaus aus erfolgen musste. Polizeibeamte der umliegenden Dienststellen sperrten den Gefahrenbereich rund um das Haus weiträumig ab und ermöglichten den Einsatzkräften, ungestört ihre Arbeit zu verrichten.

Anzeige

Das Rote Kreuz sicherte die Arbeiten der Feuerwehr ab, kümmerte sich um die Betreuung und Verpflegung und untersuchte mehrere Betroffene, die Rauchgas eingeatmet hatten. Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall mit den Löschzügen Karlstein und Marzoll, die Feuerwehren aus Bayerisch Gmain, Großgmain und Piding sowie das Rote Kreuz mit dem regulären Rettungsdienst dem Einsatzleiter Rettungsdienst und den Schnell-Einsatz-Gruppen der BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Ainring, Freilassing und Inzell. Brandermittler der Kripo Traunstein übernahmen noch am selben Abend die ersten Untersuchungen zur genauen Ursache. fb

- Anzeige -