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Das Beste vom Besten der heimischen Unterhaltung

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Die Vereinigungs- und Jugendgruppe präsentierte den »Schlechinger«. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)

Berchtesgaden – 300 Besucher haben am Samstag die Darbietungen beim traditionellen großen Weihnachts-Heimatabend im AlpenCongress genossen. Sie applaudierten, als Trachtler der Jugendgruppe des GTEV »D'Watzmanner« und der Jugendgruppe des GTEV »D'Funtenseer« sowie die Aktivengruppe der Vereinigten Trachtenvereine in den Großen Saal einmarschierten.


Zum Einmarsch spielte die Blaskapelle Maria Gern den »Martscheiner Marsch« und zum Auftakt plattelten die Buam der Vereinigungs- und Jugendgruppe den »Marschei«. Im Namen der Vereinigten Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes begrüßte 1. Vorstand Sepp Wenig Gäste und Einheimische. Er kündigte die Gesangs- und Musikgruppen an und las mehrere Gedichte vor. Ein 20-minütiger adventlicher Teil sollte zum Besinnen »an die stade weihnachtliche Zeit« beitragen. Das Licht wurde abgedunkelt und das Publikum gebeten, nicht zu applaudieren. »Dem Himmel sei Dank« hieß eine Bläserweis von fünf Gerer Blechbläsern. Um einen Bauerntisch saß die Soizwieser Tanzlmusi, bestehend aus sieben jungen Musikanten: Paul Koller am 1. Flügelhorn, Christof Angerer am 2. Flügelhorn, Florian Sedl-meier an der Basstrompete, Andreas Fegg an der Ventilposaune, Florian Ebner am Kontrabass, Tobias Eder an der Gitarre und Florian Angerer an der Ziach. Sie spielten im Rahmen des besinnlichen Teils den Walzer »De scheenste Zeit«. »Warum Weihnachten? Ist Weihnachten ein Brauch oder Kommerz?« Diese Fragen beantwortete Sepp Wenig in Form eines Gedichts von Manfred Jüstel.

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Fünf Buam der Jugendgruppe des GTEV »D'Watzmanner« zeigten anschließend den »Stoaklopfer«. Mit schwarzen Strickhauben und Laternen simulierten sie gebückt den Einmarsch in die Grube des Bergwerks und klopften im Takt mit Spitzeisen und Hammer an einem Salzstein. Auch ein Plattler gehörte zu dieser Aufführung.

»Der Weihnachtsschütze am Heiligen Abend« war ein weiteres Gedicht von Jüstel, vorgetragen von Sprecher Wenig. »Auf, auf, es is scho Tag« hieß ein Weihnachtslied, gesungen und gespielt vom Dreiklang Schneider- Lenz, bestehend aus Christa Graßl, Ulli Schneider am Akkordeon und Sigi Lenz an der Gitarre.

Helena und Ramona Walch bilden das Harfen-Duo Walch. Obwohl sie den gleichen Familiennamen haben, sind sie nicht verwandt. »Der Name hat uns zusammengeführt«, sagten sie schmunzelnd. Das Publikum genoss ein Wiegenlied, gespielt auf ihren Harfen. Die Moser-Stub'n Musi, in der Besetzung Tobi Huber an der Ziach, Marion Huber am Hackbrett und Sigi Lenz beendeten mit einer »staden Weis« den besinnlichen Teil des Abends und es gab Applaus vom Publikum.

Die Jugendgruppe des GTEV »D'Funtenseer« zeigte das »Berchtesgadener Glöckei« und die Blaskapelle Maria Gern spielte die Polka von Ernst Mosch »Die Kapelle hat gewonnen«. Viel Schwung brachten Trachtler mit Schuhplattlern und Trachtentänzen in den Heimatabend. Es wurden die »Sternpolka«, der »Lamberger Marsch«, ein »Boarischer Tanz«, die »Ambospolka«, das »Mühlradl«, der »Zwoasteirer« und zum Schluss der »Schlechinger Plattler« getanzt und geplattelt.

Dazwischen gab es immer wieder musikalische Einlagen, von der Blaskapelle Gern den »Berglandkinder Marsch«, die Polka »Einfach unvergesslich«, von der Soizwieser Tanzlmusi den Walzer »Gruß aus Bärenbach«, die Polka »Bei der Nacht is finster« sowie den »Barschtei Boarischen«. »Juhe auf der Hinterberg Oima«, »Spielleit stimmts enkre Geign o« und »Dianei, tiaf drunt im Toi« waren weitere Gesangseinlagen von Dreiklang Schneider- Lenz. Das Harfen Duo Walch spielte noch die »Hochberger Harfenweis« und den »Saurer Landler« sowie die Moser Stub'n Musi den »Uralt-Boarischen«. An diesem Abend waren die heimatverbundene Vortragsweise von Sepp Wenig, das musikalische Können echter unverfälschter Volksmusik überwiegend junger Musikanten und das freudige Auftreten und leidenschaftliche Tanzen und Platteln der Trachtler überzeugend.

Belohnt wurden sie alle mit viel Applaus nach dem Schlussmarsch der Blaskapelle Maria Gern mit dem Titel »Mein Heimatland«.

Bernhard Stanggassinger