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Das endgültige Aus für die Chalets in Marktschellenberg

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Jetzt steht es endgültig fest, was mit dem Grundstück am Buchenweg geschehen wird. (Foto: Bund Naturschutz)

Marktschellenberg – Die Nachricht kommt unerwartet und ist endgültig: Marktschellenberg wird kein Chalet-Dorf erhalten. Trotz der Aussicht auf ein Bürgerbegehren.


Das Grundstück am Buchenweg, auf dem der Stuttgarter Hotelier Andreas Walker ein Chalet-Dorf errichten wollte, wurde an einen Österreicher verkauft. Walker hatte zuvor angekündigt, sein Projekt in Marktschellenberg nicht weiterverfolgen zu wollen. "Mein wichtigstes Ziel war es, in Marktschellenberg eine neue Heimat zu finden, aber auch einen Betrieb aufzubauen, der Verknüpfungen zu anderen möglich macht", schreibt er in einem offiziellen Brief auf Facebook. "Was mich sehr bedrückt und äußerst nachdenklich stimmt, sind die Verhaltensweisen einiger Weniger im Gemeinderat."

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"Bitte habt Verständnis, dass ich nicht weiter das Projekt verfolgen kann, da es durch Willkür Einzelner auch meinen Ruin bedeuten kann. Ich bleibe euch und dem Berchtesgadener Land verbunden. Für eure tolle Arbeit, eure Unterstützung, euren unermüdlichen Einsatz sowie das Verständnis danke ich euch aus vollem Herzen", so verabschiedet er sich von den Bürgern und seinem Projekt auf Facebook.

Erst am Montag hatte das Gremium beschlossen, das eingereichte Bürgerbegehren durchführen zu lassen. Über 200 Marktschellenberger (knapp 14 Prozent der 1 451 stimmberechtigten Bürger) hatten ihre Unterschriften abgegeben, um sich für das Projekt auszusprechen. Der Entscheid sollte im März 2018 stattfinden und hätte die Gemeinde rund 10 000 Euro gekostet. Für die Vertreterin des Bürgerbegehrens, Sabrina Köhler, und die Befürworter der Chalets ist das unerwartete Aus nun natürlich eine große Enttäuschung.

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Hotelier Andreas Walker (l.) und Planer Roland Richter waren bei der Präsentation des Projekts im Oktober noch guter Dinge. (Foto: Voss)

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