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»Das ist neuartig und schön«

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Die Schnitzschüler Erik Thüroff und Maximilian Schlickenrieder vermissen Stein und Fels ...
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... ihre Kolleginnen Cheyenne Vogel und Sarah Hempel gefällt die Architektur sehr gut.
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Karin und Herbert Kaden aus Zschopau verstehen nicht, warum eine Ausstellung eröffnet wird, bei der die Außenanlagen noch nicht fertig sind. Ansonsten gefällt dem Ehepaar die Ausstellung sehr gut.
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Die Servicekräfte der »Alpenküche« Hanni Schelble (l.), Sophie Spiesberger und Marion Aschauer (r.) fühlen sich bei ihrer Arbeit wie im Urlaub. Fotos: Anzeiger/Wechslinger
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Die Klasse 6 c der Bacheifeldschule hatte mit ihrem Lehrer Michael Wenig einen Riesenspaß im »Haus der Berge«. Vor allem die Höhle hatte es den Kindern besonders angetan.
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Elfriede Effenberger, Regina Ernst und Hannelore Hampel (v.l.) hat es im »Haus der Berge« so gut gefallen, dass sie bald mal wieder kommen wollen.

Berchtesgaden - Über 20 000 Menschen haben das »Haus der Berge« seit der Eröffnung besucht. Aber gefällt ihnen das neue Nationalparkzentrum auch? Der »Berchtesgadener Anzeiger« hat nachgefragt. Das Ergebnis: Der überwiegende Teil der befragten Besucher ist begeistert. Wenn auch manche nicht verstehen, dass die Außenbereiche zur Eröffnung nicht fertig geworden sind. Die bei manchen Einheimischen umstrittene Architektur gefällt den befragten Gästen ausnahmslos sehr gut.


Bei den Stationen im Innenbereich der Ausstellung geriet eine Damengruppe geradezu ins Schwärmen. »So etwas Schönes haben wir noch nicht gesehen«, freuten sie sich. Hannelore Hampel aus Dresden und Regina Ernst aus der Nähe von Nürnberg hatten ihrer Tante zum 93. Geburtstag am kommenden Montag einen Besuch abgestattet. Die in Bad Reichenhall lebende Dame hatte für ihre Nichten auch gleich eine Überraschung parat: einen Besuch im »Haus der Berge«. Und dieser Besuch erwies sich für alle drei als echter Volltreffer.

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»So etwas habe ich noch nie gesehen«

»Wir haben auch schon im Ausland einiges gesehen, aber so etwas Einzigartiges sucht seinesgleichen«, meinte Regina Ernst aus Zirndorf bei Nürnberg. Auch die Architektur gefällt dem Trio ausgezeichnet. »Wir kommen auf jeden Fall noch einmal, denn für die Ausstellung braucht man ganz einfach längere Zeit, um all das Interessante zu sehen und auch zu verarbeiten«, findet Regina Ernst. »Es ist einmalig, so etwas habe ich noch nicht gesehen«, erklärt die älteste der drei Damen, die mit ihrem Mann viele Jahre in Zell am See gelebt hat.

Und Hannelore Hampel ergänzte, dass das Haus für alle Alters- und Interessengruppen geeignet ist. »Man kann nur hoffen, dass das Haus von möglichst vielen Besuchern angenommen wird«, hofft Regina Ernst. Die Damen waren sich einig, dass der erste Besuch des »Hauses der Berge« nicht der letzte gewesen sei. Alle drei möchten das Nationalparkzentrum ihren weiteren Verwandten und Bekannten empfehlen.

Das Ehepaar Karin und Herbert Kaden aus Zschopau im Erzgebirge machte nach einem Urlaub in Kitzbühel einen Abstecher nach Berchtesgaden, um das »Haus der Berge« zu sehen. Während die beiden von der landschaftlichen Schönheit Berchtesgadens fasziniert waren, zeigten sie sich doch etwas enttäuscht darüber, dass das »Haus der Berge« ohne Fertigstellung der Außenanlagen eröffnet worden war. »Da ist außen rein gar nichts fertig. Aber wir kommen in zwei Jahren wieder und hoffen, dass dann die Arbeiten abgeschlossen sind«, versprechen die Kadens, denen die Architektur des gesamten Komplexes gefällt. Auch eine kleine Reisegruppe zeigte sich vom äußeren Erscheinungsbild des »Hauses der Berge« sehr angetan.

Zwei Berchtesgadenerinnen, die im Café gewesen sind, gefällt das gesamte Ambiente, beide möchten sich die Ausstellung bald mal ansehen. Schließlich müsse man ja seinen Gästen etwas über das »Haus der Berge« sagen können.

Als den schönsten Arbeitsplatz, den sie sich vorstellen kann, bezeichnet Sophie Spiesberger ihre Arbeitsstätte. Auch die beiden Mitarbeiterinnen Hanni Schelble und Marion Aschauer fühlen sich in der »Alpenküche« sichtlich wohl. »Dieses Haus in der schönsten Lage Berchtesgadens haben wir gebraucht. Alle Besucher sind sehr angetan, die Kinder kommen mit großen Augen und erzählen von ihrem Abenteuer in der künstlichen Höhle, die sie mit Taschenlampen erkunden. Es ist einfach pfundig«, freut sich die Juniorchefin der »Alpenküche«. »Die Architektur gefällt etwa 90 Prozent unserer bisher befragten Gäste«, weiß Spiesberger. Der Rest bezeichne die Architektur als Geschmacksache, direkt etwas auszusetzen habe bisher allerdings noch niemand gehabt. »Das Schönste ist, dass ich hier in dieser herrlichen Anlage arbeiten darf. Alleine der Blick auf den Watzmann ist unglaublich schön«, freut sich Spiesberger.

Naturnahe Darstellung

Auch die drei sechsten Klassen der Mittelschule Berchtesgaden haben das »Haus der Berge« schon erforscht. Allen Kindern gefiel die Ausstellung gut. »Besonders beeindruckend war die naturnahe Darstellung der Flora und Fauna in den einzelnen hochalpinen Regionen des Nationalparks Berchtesgaden, die durch außergewöhnliche Filmsequenzen meisterhaft ergänzt wurden«, erzählt der Klassenleiter der 6c, Michael Wenig.

Und was sagen die Schnitzschüler zum neuen Nationalparkzentrum? Am meisten zugesagt hat Erik Thüroff aus Hof und Maximilian Schlickenrieder aus Traunstein das von der Schnitzschule geschaffene Relief. Die beiden hätten weniger Plastik und Holz in der Ausstellung erwartet und dafür mehr Fels. »Die Holzpassagen finden wir ganz gut, aber mit dem Rost können Schreiner nichts anfangen«, meinte Schlickenrieder zur Bergvitrine. Für Cheyenne Vogel aus Trostberg und Sarah Hempel aus Potsdam war die Ausstellung ganz o. k.: »Ich hätte mir jedoch ein paar mehr Infos gewünscht«, kritisierte Sarah, während Cheyenne die Ausstellung als informativ und vom Aufbau her in Ordnung findet: »Da waren einige gute Ideen dabei. Die Architektur finde ich voll schön. Es ist neuartig, aber schön anzuschauen«. Als sehr spannend bezeichnet auch Sarah Hempel die Architektur mit dem Holz. Christian Wechslinger

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