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DAV-Berghütten überstehen Schneekatastrophe wohl unbeschadet

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Das Stöhrhaus am Untersberg hat aktuell eine spektakuläre Eisfassade. (Fotos: DAV)
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Auf der Wasseralm sind die Hütten unter dem Schnee fast verschwunden.
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Der Winterraum im Kärlingerhaus ist aktuell nicht erreichbar.

Berchtesgaden – Die Schneekatastrophe der vergangenen Tage im Berchtesgadener Land machte auch den Verantwortlichen der Alpenvereinssektion Berchtesgaden Sorgen. Deren 1. Vorsitzender Beppo Maltan ließ vor allem die Ungewissheit, wie es den hoch gelegenen Berghütten der Sektion geht, schlecht schlafen. Denn bei größeren Schadensfällen wie Dacheinbrüchen hätte man möglichst schnell handeln müssen. Doch die Hütten scheinen die heftigen Schneefälle gut überstanden zu haben.


Bei einem von der Sektion in Auftrag gegebenen Kontrollflug mit dem Hubschrauber machte der Pilot unter anderem Fotos von Stöhrhaus, Wasseralm und Kärlingerhaus. »Von der Wasseralm schaut nicht mehr viel heraus. Doch sie ist wohl genauso in Ordnung wie Kärlingerhaus und Stöhrhaus«, sagt Beppo Maltan. Allerdings sieht das Stöhrhaus am Untersberg etwas »wild« aus, weil Schnee und Eis großflächig an der Fassade kleben. Bereits im Februar sollen am Stöhrhaus die Umbauarbeiten fortgesetzt werden, damit die Hütte rechtzeitig im Juni geöffnet werden kann. Die Fachkräfte werden in den ersten Wochen wohl mit dem Helikopter zur Arbeitsstelle gebracht.

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Skitourengeher sollten beachten, dass die Winter- beziehungsweise Schutzräume in den Hütten aktuell nicht erreichbar sind. »Die Eingänge von Kärlingerhaus und Wasseralm sind unter einer zweieinhalb Meter dicken Schneedecke begraben«, weiß Tine Graßl von der Sektionsgeschäftsstelle. Ohnehin benötigt man für die Nutzung des Winterraums einen Schlüssel, den man bei der Sektion bekommt. Dort weiß man auch über die aktuellen Verhältnisse Bescheid. Informationen gibt es unter info@dav-berchtesgaden.de oder unter der Telefonnummer 08652/9744610.

Dabei hatten sich die Mitglieder im Dezember noch große Mühe gegeben, um den Winterraum entsprechend vorzubereiten. In einer raschen Aktion hat man den Holzvorrat aufgefüllt. »Wenn mit dem kostbaren Holz nicht geprasst wird, sollte der Vorrat für die Skitourenaison reichen«, sagt 2. Vorsitzende Christl Zembsch. Am Kärlingerhaus sind acht Schlafplätze mit Decken im Winterraum vorhanden, im gegenüberliegenden nicht beheizbaren, aber leicht temperierten Schutzraum stehen zwölf Lager mit Decken zur Verfügung. Auf der Wasseralm befinden sind die Schlafplätze ausschließlich im Schutzraum. Ulli Kastner