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»Dem Wild ging's schlecht, dem Wald gut«

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Vorsitzender Hans Berger (l.) und Jagdausbilder Dieter Schiller (r.) mit allen Jägern, die für 25, 40 und 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden. (Foto: privat)

Berchtesgadener Land – Viele Jäger des Bayerischen Jagdverbandes sind der Einladung des Kreisvorstandes zur Jahreshauptversammlung gefolgt.


Die Reichenhaller Jagdhornbläser eröffneten die Versammlung musikalisch und Hans Berger bat den Ehrenvorsitzenden Hans Niederberger um sein Grußwort zum Kreisjägertag. Er appellierte an die Jägerschaft, den Abschuss vor allem in den Bergwaldregionen möglichst niedrig zu halten. »Dem Wild ging's in diesem Winter sehr schlecht und dem Wald durch den somit geringeren Verbiss eher gut. Achtet beim Abschuss darauf«, so Niederberger.

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Die Versammlung erhob sich zum Totengedenken. Der anschließende Jahresrückblick des Vorsitzenden Hans Berger zeigte, wie sich die Vorsitzenden Hans Berger, Werner Schmölzl und Maxi Neudecker für die Belange der Jäger einsetzten. Zum einen mussten die großen Veranstaltungen wie die Hegeschau in Teisendorf, die Hubertusmesse in Berchtesgaden aber auch die Teilnahme an der Messe »Hohe Jagd und Fischerei« in Salzburg geschultert werden. Zum anderen beteiligte sich die Kreisgruppe des Bayerischen Jagdverbandes an Informationsveranstaltungen wie dem Symposium »Mensch-Bergwald-Wild«, dem Fischottersymposium, über das Michael Dorrer berichtete, und dem Biosphärentag am Abtsdorfer See.

Damit die Jäger mit ihrem Handwerkszeug vertraut bleiben, wurden Kurzwaffenschießen, das jährliche Kreisgruppenschießen in Unken sowie Tontaubenschießen in Weitwörth organisiert. Darüber hinaus nahm die Vorstandschaft an Revierbegängen teil, traf sich mehrmals mit Staatsministerin Michaela Kaniber zu informativen Gesprächen und vertrat die Kreisgruppe bei Verbandsveranstaltungen in Bayern.

Insgesamt wurden im letzten Jahr über 70 Termine durch den Vorstand wahrgenommen. Andreas Wolf als Obmann für das Jagdhundewesen der Kreisgruppe berichtete über die erfolgreiche Jagdhundeausbildung des letzten Jahres. Er rief die Jäger dazu auf, auch in Zukunft zahlreich mit ihrem Hund die Brauchbarkeitsprüfung abzulegen.

Im Anschluss legte Claudia Pfnür als Schatzmeisterin einen einwandfreien Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer empfahlen die Entlastung der Vorstandschaft, welche ohne Gegenstimmen erfolgte.

Über die vergangenen Jahre war dem Vorstand vor allem die Förderung der jungen Jäger wichtig. Dadurch hat sich eine Gemeinschaft gebildet, die gerne bei Schießveranstaltungen zusammenkommt. Tobias Berger berichtete von den »Jungjägerschießen« und der freundschaftlichen Atmosphäre.

Neben den Jungen liegen aber auch die älteren und verdienten Jagdkameraden dem Verband am Herzen. Von den Anwesenden konnten für 25 Jahre Mitgliedschaft Rainer Argstatter, Alexander Harant, Maria Koch und Hans-Jürgen Gäbler sowie für 40 Jahre im BJV Josef Keilhofer, Alois Walkner, Alois Berer, Andreas Streitwieser, Josef Ratzesberger, Hans-Peter Glas, Hans Robl und Hans Niederberger ausgezeichnet werden. Zwei Mitglieder wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt: Knut Meixner und Rudolf Mandl. Dieter Stiller erhielt für 20 Jahre Jagdausbildung im Chiemgau die Jägerausbildungsnadel in Silber des Bayerischen Jagdverbands.

Ein Thema, das vielen Jägern auf den Nägeln brennt, ist das Waffenrecht mit seinen steten Veränderungen. Polizeidirektor Edgar Dommermuth von der Bundespolizeiinspektion Freilassing referierte zum Thema Waffenrecht und zu den neuen, verschärften Aufbewahrungsbestimmungen für Jagdwaffen. Ebenso wies er auf Details der Rechtsprechung beim Transport von Waffen hin. Jeder Teilnehmer sollte nun genau wissen, was er wie unter welchen Vorbedingungen aufzubewahren hat und wie in welchem Fall Waffen sicher zu transportieren sind. Die vielen Fragen und verzwickten Fallbeispiele aus der Jägerschaft zeigten die Komplexität der Rechtsprechung und das rege Interesse an diesem Thema. fb