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Das Rathaus in Marktschellenberg soll im kommenden Jahr nicht nur einen neuen Anstrich bekommen. (Foto: Rothenbuchner)

Marktschellenberg – Der Marktgemeinderat Marktschellenberg hat am Montag den Bauantrag für den Umbau des Rathauses einstimmig angenommen. Hauptaugenmerk liegt auf der energetischen Sanierung und der Barrierefreiheit.


Außen und innen soll sich einiges ändern, im Marktschellenberger Rathaus. Im Osten des Gebäudes, Richtung Bundesstraße, wird eine überdachte Fluchttreppe gebaut, die alte Fassade soll neu gestrichen, das Dach saniert werden. Auch im Eingangsbereich wird einiges anders. Der eigentliche Eingang wird um eine Arkade nach Norden verschoben. Der bisherige Eingang soll einen barrierefreien Zugang ermöglichen und direkt zum neuen Aufzug führen. »Der Eingangsbereich wird optisch aufgewertet und heller«, so Bürgermeister Franz Halmich.

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Auch im Rathaus soll vieles umgebaut werden. Im Erdgeschoss wird die Touristinformation in den hinteren Bereich übersiedeln. Der bisher genützte Raum wird zum neuen Foyer. Auch eine behindertengerechte Toilette soll im Erdgeschoss eingebaut werden. Im ersten Stock werden weiterhin die Büros des Bürgermeisters und mehrerer Gemeindemitarbeiter sein. Hier sind nur geringfügige Änderungen geplant. Der Sitzungssaal wird allerdings in den zweiten Stock verlegt. Bisher hatte die Gemeinde im zweiten Stockwerk eine Wohnung vermietet. In diesem Bereich soll nun ein neuer Mehrzweckraum, unter anderem für die Sitzungen des Gemeinderats oder auch für kleinere Veranstaltungen, entstehen. Der Raum wird laut Bauplan großzügiger und vor allem heller sein als das bisherige Sitzungszimmer. Daneben sollen im zweiten Stock Toiletten für Mitarbeiter und Besucher sowie zwei weitere Büros entstehen.

Bei der Sanierung soll das Rathaus nicht nur barrierefrei und der Brandschutz verbessert werden. »Auch die Installationen, wie Wasser, Abwasser, oder Datenverkabelung, sind in die Jahre gekommen und müssen neu gemacht werden«, so Halmich. 1,38 Millionen Euro soll das Projekt laut Bürgermeister kosten. Rund eine Million Euro werden durch Förderungen finanziert, rund 800 000 Euro durch das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP), weitere 200 000 Euro über die Wirtschaftsförderung für touristische Bereiche, wie die Touristinfo.

Die Feinplanung des Umbaus soll im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Bis zum 1. Dezember wollen die Mitarbeiter der Gemeinde mit Sack und Pack aus dem Rathaus ausgezogen sein. Die Bauzeit schätzt Halmich auf höchstens ein Jahr. Für die Dauer der Arbeiten will die Gemeinde entweder eine Wohnung anmieten oder in Container umziehen. Gemeinderatssitzungen könnten im Mehrzweckraum der Grundschule oder im Feuerwehrhaus abgehalten werden. Alexandra Rothenbuchner