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Der Berchtesgadener Peter Wörnle leitet nun das Kreisbildungswerk

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Der neue Geschäftsführende Ausschuss mit (v.l.) Johann Schmidt, Michaela Hennecke, Regina Fuchs, Gabi Schimmel, Martha Maltan, Peter Wörnle und Karl Wimberger. (Fotos: Mergenthal)
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Edeltraud Scheel dankte ihren treuen Mitstreitern, den Kreisbildungswerks-Urgesteinen Georg Wetzelsperger (l.) und Sylvester Resch, mit einem Geschenkkorb.

Berchtesgadener Land – Einen Führungswechsel gibt es beim Katholischen Bildungswerk Berchtesgadener Land: Peter Wörnle aus Berchtesgaden, der bisherige 2. Vorsitzende, wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Gabi Schimmel aus Oberteisendorf, bisherige Beisitzerin, wurde 2. Vorsitzende. Die bisherige 1. Vorsitzende Edeltraud Scheel aus Berchtesgaden hatte ein Jahr vor Ablauf der vierjährigen Amtsperiode ihr Amt nach zehn Jahren aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt.


Insgesamt 18 Jahre war Scheel beim Kreisbildungswerk tätig gewesen. »Mir hat die Arbeit wirklich sehr viel Freude gemacht, und ich gehe auch mit etwas Wehmut«, gestand sie. Doch alles habe seine Zeit; jetzt sei die richtige Zeit, die Nachfolge zu regeln. Mit einem regionalen Geschenkkorb verabschiedete Scheel drei Mitstreiter aus dem Geschäftsführenden Ausschuss: Sylvester Resch aus Bad Reichenhall, der mit 20 Jahren den Bildungswerk-Rekord hält, Georg Wetzelsperger aus Teisendorf und Katharina Burgthaler aus Surheim.

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»Ich habe mir das über lange Zeit gut überlegt«, gestand Wörnle vor den Neuwahlen. Der 70-Jährige hat drei Töchter und sechs Enkel. Nach dem Studium der Landespflege in Weihenstephan war er bis vor zehn Jahren im staatlichen Naturschutz tätig gewesen. Ehrenamtlich ist er seit langer Zeit beim Bund Naturschutz aktiv und fing als »Quereinsteiger« auch Feuer für die Erwachsenenbildung. Seine »Lehrzeit« habe er in der Berchtesgadener Pfarrei St. Andreas als Bildungsbeauftragter und in anderen Funktionen im Pfarrgemeinderat absolviert, erzählte er. Beim Bildungswerk stieg er vom Beisitzer im Geschäftsführenden Ausschuss bald zum 2. Vorsitzenden auf.

Die neue 2. Vorsitzende Gabi Schimmel (44) hat drei Kinder und ist beruflich in der Verwaltung beim Kreisjugendring tätig. Darüber hinaus ist sie im Pfarrgemeinderat Oberteisendorf und als Referentin und Organisatorin in der Erwachsenenbildung aktiv. Die leidenschaftliche Organisatorin rief unter anderem ein Frauenfrühstück ins Leben, arbeitet gerne mit Menschen zusammen und ist das dritte Jahr im GA. »Ich finde es spannend, auf die Pfarreien herunterzubrechen, was bei der Bildungsarbeit an Möglichkeiten da ist«, erklärte sie.

Wie die insgesamt fünf Beisitzer wurden die Vorsitzenden von den 17 Wahlberechtigten einstimmig gewählt. Als Beisitzerin bestätigt wurde Michaela Hennecke, Grundschullehrerin mit drei erwachsenen Kindern aus Marktschellenberg, die mit ihrem Mann seit 18 Jahren Ehevorbereitungskurse hält. Neue Beisitzer sind Johann Schmidt aus Weildorf, ein Diakon mit Zivilberuf bei der Caritas mit einem erwachsenen Sohn, Regina Fuchs aus Surheim, Mutter von drei Kindern, in der Katholischen Frauengemeinschaft engagiert, und die Bergbäuerin Martha Maltan aus Ramsau, ebenfalls dreifache Mutter, der die Schöpfungsverantwortung am Herzen liegt. Der Fünfte im Bunde ist der Pidinger Religionslehrer Karl Wimberger, der an der Volkshochschule Spanisch lehrt: Seine persönlichen Interessen sind die Kooperation mit jungen Leuten und die Eine-Welt-Arbeit.

Bei den Kassenprüfern macht Herbert Fuchs, Finanzbeamter mit fünf Kindern und vier Enkeln und Vorsitzender der Koplingsfamilie aus Freilassing, weiter. Neu gewählt wurde als Nachfolger für Hermann Fritz aus Weildorf Karin Klecker, gelernte Steuergehilfin und Buchhalterin aus Berchtesgaden, die auch eine Ausbildung im musisch-kulturellen Bereich hat.

In ihrem letzten Rückblick erwähnte Edeltraud Scheel unter anderem die Themenwoche »Kunst des Sterbens« und die vielseitige Elternbildung, vom Frühstück über die Elternwerkstatt bis zum Eltern-Kind-Programm, das die hauptamtliche Mitarbeiterin Beatrice Metzenleitner noch näher vorstellte. Das Projekt »OmaOpaEnkelkinder« sei inzwischen ein richtiger »Renner«. Fortbildungen für Mitarbeiter in der Seniorenarbeit würden zweimal im Jahr angeboten, zum Beispiel zum Thema »Bewegungstraining für Ältere« in Kooperation mit Sportvereinen oder zum Thema »Sehtraining« in dem neuen Veranstaltungsformat »Bildung am Nachmittag«. Ans Herz legte Annelie Zucker den anwesenden Vertretern der Gemeinden mit Hilfe eines konkreten lustigen Spieles das Gedächtnistraining »Neuer Schwung für graue Zellen«.

Weiterentwickelt werden konnte laut Scheel der Bereich Bergspiritualität. Wie der theologische Mitarbeiter Max Aman näher erläuterte, gibt es nicht nur längere und teils mittelschwere Touren, etwa auf dem »Friedensweg« in den Karnischen Alpen, sondern – in Kooperation mit der Evangelischen Stadtkirche – besinnliche leichte Wanderungen in und um Bad Reichenhall.

Die Flüchtlingsbewegungen wurden der scheidenden Vorsitzenden zufolge zu einem ganz aktuelle Schwerpunkt im Programm des vergangenen Jahres. In einer ökumenischen Themenwoche wurde der Begriff »Freiheit« diskutiert. Der Studiengang »Regionalgeschichte zwischen Inn und Salzach« wurde erfolgreich abgeschlossen; dazu kommt ein neuer Studiengang »Heimat heute – Heimat morgen«. Die Reihe »Kirche und Wirtshaus« läuft bestens seit fünf Jahren und geht weiter.

Im Bereich »Gesundheit und Kreativität« waren die Kurse Yoga, Qigong, und Wirbelsäulengymnastik sehr gut besucht. Das Fertigen von Klosterarbeiten oder Wachsstöcken, ein Sensenmäh-Kurs und Kooperationen mit heimischen Künstlern gehörten zum Programm.

Geschäftsführerin Michaela Obermeier kündigte die offizielle Verabschiedung von Scheel beim Jahresessen für die Ehrenamtlichen an und überreichte ihr schon einmal Blumen. Beeindruckt von der Arbeit des Bildungswerks zeigte sich 3. Bürgermeister Hans Hartmann. Veronika Mergenthal